zuletzt aktualisiert vor

60 Bilder in zwei Museen Osnabrück zeigt Vordemberge-Gildewart

<em>An die Wand gelehnt:</em> Drucke nach Bildern von „VG“.An die Wand gelehnt: Drucke nach Bildern von „VG“.

Osnabrück. Osnabrück zeigt 60 Werke des Konstruktivisten Friedrich Vordemberge-Gildewart. Die Ausstellung ist wichtigster Punkt im Jubiläumsjahr zum 50. Todestag des Künstlers.

Mit Bildern, Grafiken, Designentwürfe und Möbeln zeigen das Kulturgeschichtliche Museum und das Felix-Nussbaum-Haus die ganze Bandbreite des Schaffens des in Osnabrück geborenen Klassikers der konstruktiven Kunst. Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899-1962) absolvierte in Osnabrück eine Tischlerlehre, bevor er Anfang der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts seine Künstlerkarriere in Hannover startete. Vordemberge-Gildewart wurde als Maler wie auch als Designer und Typograph weltberühmt. Bis zu seinem Tod lehrte er an der Hochschule für Gestaltung in Ulm.

Die Osnabrücker Museen übernehmen die Ausstellung vom Museum Wiesbaden. Dort lagert der Nachlass des Künstlers. Osnabrück ergänzt die in Wiesbaden bereits präsentierte Schau mit Gemälden und Möbeln aus eigenem Museumsbestand. Besonders wichtig: In Osnabrück kommen jetzt mit Vordemberge-Gildewart und Felix Nussbaum zwei wichtige Künstler des Exils zusammen. Der wie Vordemberge-Gildewart in Osnabrück geborene Nussbaum war 1944 in Auschwitz ermordet worden. Vordemberge-Gildewart verbrachte die Exilzeit in Amsterdam, wo er auch mit Max Beckmann bekannt wurde.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 16. Juni, um 11.30 Uhr eröffnet. Sie wird bis zum 6. Oktober gezeigt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN