Kunst-Veranstaltungen gehen bis Ende Mai weiter Endspurt für „VG“

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Osnabrück. Läuft das „VG-Jahr“ eigentlich noch? Allerdings. Bis Ende Mai 2014 gibt es noch mehrere Angebote zu Friedrich Vordemberge-Gildewart.

Die Nachfrage ist allerdings berechtigt. Denn der 50. Todestag des in Osnabrück geborenen Künstlers fiel auf den 19. Dezember 2012. Das „VG-Jahr“ - „VG“ für Vordemberge-Gildewart - hätte im Dezember 2013 zu Ende sein müssen - rein kalendarisch jedenfalls. Einige zentrale Bausteine des Jahres sind in der Tat längst beendet. Dazu gehören die zentrale VG-Ausstellung im Felix-Nussbaum-Haus und Kulturgeschichtlichem Museum in Osnabrück, aber auch die Ausstellungen mit konkreter und konstruktiver Kunst im Osnabrücker Land. Andere Angebote laufen derzeit noch weiter oder beginnen überhaupt erst noch.

„Den Begriff VG-Jahr vermeiden wir eigentlich. Die Veranstaltungen gehen über das Jahresende hinaus“, sagt auf Nachfrage Anke Bramlage, Projektleiterin für die Veranstaltungen rund um „VG“ im Kulturamt der Stadt Osnabrück. „Eine Abschlussveranstaltung planen wir für Ende Mai oder Anfang Juni“, sagt Anke Bramlage weiter. Dann soll auch Dokumentation präsentiert werden, die das Jahr zusammenfasst. Auf jeden Fall ist nach den Worten Bramlages bereits abzusehen, dass das Thema Vordemberge-Gildewart in Osnabrück gesetzt sei. „Das Thema ist präsent. Wir haben es richtig gemacht“, resümiert die Projektleiterin jetzt schon einmal.

Und das Interesse wird demnächst noch einmal richtig angeheizt. Ab dem 23. Februar zeigt das Osnabrücker Felix-Nussbaum-Haus Design und KUnst der russischen Avantgarde. „Für den neuen Menschen“ lautet der Titel der Ausstellung mit Werken von Alexander Rodtschenko, Kasimir Malewitsch, Lubov Popova und vielen anderen Stars der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Im Fokus der Schau steht das Projekt der Avantgardisten, Kunst auf alle Bereiche des Lebens auszudehnen. Rund 100 Arbeiten aus den ersten zwei bis drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts belegen, wie intensiv Konstruktivisten das Design beeinflusst haben. Diese Arbeiten bilden das Umfeld, in dem auch Vordemberge-Gildewart als Konstruktivist tätig wurde. Die Ausstellung wird bis zum 25. Mai laufen.

Derzeit laufen noch zwei weitere Ausstellungen, die belegen, wie einflussreich die Kunst der Konkreten und Konstruktiven gewirkt hat. Das Felix-Nussbaum-Haus präsentiert noch bis zum 9. Februar 2014 Werke der weitgehend vergessenen Bauhaus-Künstlerin Lou Scheper-Berkenkamp , die Schülerin von Johannes Itten, Lyonel Feiniger und Paul Klee gewesen war. Ihr Werk umfasst Malerei ebenso wie Kinderbücher und Gestaltungen für die Bauhaus-Bühne. Noch bis zum 27. Januar 2014 zeigt die Osnabrücker Stadtgalerie Bilder und Textilobjekte des Osnabrückers Friedrich Teepe . Der 2012 verstorbene Künstler wird jetzt gerade neu entdeckt. Seine Vorhangbilder und textilen Hängeobjekte sind überzeugende Beispiele einer Kunst zwischen Abstraktion und Minimal Art.

Andere Angebote laufen ebenfalls weiter oder bestehen permanent. „VG und der geheimnisvolle Besucher“ lautet der Titel des Buches, das der Osnabrücker KÜnstler Manfred Blieffert vorgelegt hat. In diesem Buch entspinnt Blieffert einen fiktiven Dialog zwischen Vordemberge-Gildewart und dem - natürlich fiktiven - Malerphilosophen Den Man-Zu. Er und VG unterhalten sich über das Verhältnis von abstrakten Formen und gegenständlichen Themen in der Malerei. Permanent werden außerdem museumspädadogische Angebote zu Vordemberge-Gildewart vorgehalten. Für Projektleiterin Anke Bramlage steht jedenfalls fest: „Wir wollen jede Osnabrückerin und jeden Osnabrücker mit dem Thema VG erreichen“.

Alles zum VG-Jahr: www.noz.de/vg


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