Osnabrück zeigt Scheper-Berkenkamp Vom Bauhaus in die Welt der Fantasie


Osnabrück. Sie war geistvoll, witzig, ironisch. Die Kunstgeschichte hat sie dennoch vergessen. Jetzt erinnert das Osnabrücker Felix-Nussbaum-Haus an Lou Scheper-Berkenkamp. 100 Exponate aus dem Berliner Bauhaus-Archiv fügen sich zur Wiederentdeckung.

Sie hat in Kinderbüchern „Luftlinienjongleure“ auftreten lassen und im Stuttgarter Wohnhaus des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG, Edzard Reuter, die Wände farbig gestaltet. Lou Scheper-Berkenkamp (1901–1976) wird in der

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Was ist das Bauhaus? Die legendäre Kunsthochschule in zehn Fakten lü Osnabrück. Das Bauhaus ist heute eine Legende. Doch was machte diese Kunsthochschule aus? Der Architekt Walter Gropius gründete das Bauhaus 1919 in Weimar. Vorläufer war eine Kunstgewerbeschule. „Die Schule soll allmählich in der Werkstatt aufgehen“: Mit diesem Satz bezeichnete Gropius das zentrale Programm der neuen Hochschule. Sie sollte Kunst und Handwerk miteinander verbinden. Am Bauhaus waren auch Frauen als Studierende zugelassen. Die neue Hochschule rief junge Frauen und Männer gleichermaßen dazu auf, sich zu bewerben. Das war zu der Zeit keine Selbstverständlichkeit. Bis 1919 standen Kunsthochschulen Frauen nicht offen. Am Bauhaus waren berühmte Künstler als Professoren, sogenannte „Meister“ tätig. Zu ihnen gehörten Wassily Kandinsky, Josef Albers, Paul Klee und Ludwig Mies van der Rohe. Sie und andere wohnten in den „Meisterhäusern“, weißen, geometrisch klar gestalteten Gebäuden. Das Bauhaus war in unterschiedliche Klassen aufgeteilt. Alle Studierenden durchliefen allerdings einen gemeinsamen Vorkurs, der Grundlagen der Gestaltung vermittelte. Das Bauhaus bildete in einer ganzen Reihe von künstlerischen Berufen und in Handwerksberufen aus. Am Bauhaus wurde auch künstlerisch experimentiert, etwa in den Medien Fotografie, Film und Raumgestaltung. Am Bauhaus entstanden Designobjekte, die zu Legenden avancierten und zum Teil heute noch produziert werden. Beste Beispiele sind der „Freischwinger“-Stuhl von Marcel Breuer und die „Bauhaus-Lampe“ von Wilhelm Wagenfeld. Das Bauhaus ist 1925 von Weimar nach Dessau umgezogen. In Dessau bezog die Kunsthochschule die neuen Gebäude von Walter Gropius, die mit ihren klaren Formen und transparenten Glasfassaden zur gestalterischen Visitenkarte des Bauhauses wurden. 1933 wurde das Bauhaus auf Druck der Nationalsozialisten geschlossen. Viele Bauhaus-Künstler emigrierten - vor allem in die USA. In den USA starteten prominente Bauhäusler eine zweite Karriere. So unterrichtete Josef Albers am Black Mountain College viele junge, später prominente Künstler wie Eva Hesse, Merce Cunningham und Robert Rauschenberg. Ludwig Mies van der Rohe baute Wolkenkratzer, unter anderem das berühmte Seagram Building in New York.

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