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Im Samstagsinterview „Tatort“-Regisseur Thomas Jauch kritisiert Til Schweiger

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In der Debatte um den traditionsreichen Fadenkreuz-Vorspann hat der «Tatort»-Regisseur Jauch den neuen Hamburger Kommissar Schweiger kritisiert. «Seine Forderung, den "Tatort"-Vorspann abzuschaffen, ist albern. Fotos: Jens Kalaene (l) und Jörg Carstensen dpaIn der Debatte um den traditionsreichen Fadenkreuz-Vorspann hat der «Tatort»-Regisseur Jauch den neuen Hamburger Kommissar Schweiger kritisiert. «Seine Forderung, den "Tatort"-Vorspann abzuschaffen, ist albern. Fotos: Jens Kalaene (l) und Jörg Carstensen dpa

Osnabrück. - Der zurzeit meistbeschäftigte „Tatort“-Regisseur Thomas Jauch hat den neuen Kommissars-Darsteller Til Schweiger heftig kritisiert: „Seine Forderung, den ,Tatort‘-Vorspann abzuschaffen, ist albern. Ganz so, als wollte man den Coca-Cola-Schriftzug oder den Mercedes-Stern abschaffen“, sagte der 54-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe). Er habe das Gefühl, „der will nur spielen. Und ich kann sagen: Es ist für jeden Regisseur ein tolles Gefühl, seinen Namen zu lesen, während diese Musik von Klaus Doldinger erklingt und dieser Vorspann läuft. Das war und ist ein Ritterschlag.“

Jauch, der die österliche Doppelfolge des „Tatort“ drehte und mittlerweile an den beiden ersten Folgen aus Dortmund arbeitet, bestätigte, dass sich derzeit zahlreiche Krimis am Fall der jahrelang verschleppten Österreicherin Natascha Kampusch orientieren: „Zynisch gesagt: An den Fall Kampusch angelehnte Themen sind gerade wahnsinnig schick. Solche Wellen gibt es immer wieder, zumal sich der ,Tatort‘ ja an der Wirklichkeit orientiert.

Bei der Doppelfolge aus Leipzig und Köln sei es ihm „aber vor allem auch um die vielen vermissten Kinder gegangen, die einfach so verschwinden und von denen niemand weiß, ob sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen oder einfach nur abgehauen sind“, sagte Jauch weiter. „Wir hätten gern am Ende des Films Bilder von 10 oder 20 vermissten Kindern gezeigt, aber in Deutschland ist so etwas aus rechtlichen Gründen nicht möglich.“

Bei den Dreharbeiten zu der Doppelfolge hatte es nach den Worten des Regisseurs gleich am ersten Tag eine Schrecksekunde gegeben, „als sich Martin Wuttke bei einem Sprung zwei Sehnen angerissen hat und vier Tage ausgefallen ist. Er wurde dann von Sport-Physiotherapeuten behandelt und hat sich durchgebissen. Es gibt ein paar Szenen, bei denen Insider das erkennen könnten, aber der Zuschauer wird nichts sehen – versprochen.“


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