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Wider das Diktat der Realität Osnabrücker Festival „Spieltriebe“

<em>Starkes Stück:</em> Blogosphere Iraq bei den letzten „Spieltrieben“.Foto: LandsbergStarkes Stück: Blogosphere Iraq bei den letzten „Spieltrieben“.Foto: Landsberg

Osnabrück. Die Theatersaison 2013/14 startet in Osnabrück turnusgemäß mit dem Festival „Spieltriebe“. Die fünfte Auflage steht unter dem Motto „Total Real“.

Wenn ein Festival zum fünften Mal stattfindet, kann man getrost von einer Institution sprechen. Diesen Status haben die „Spieltriebe“ am Theater Osnabrück erreicht: Vom 6. bis 8. September verlässt das Theater wieder seine angestammten Spielstätten im Theater am Domhof, dem großen Haus, und dem Emma-Theater. Ein Clou dabei: Intendant Ralf Waldschmidt hat dem Format inhaltliche Aspekte hinzugefügt, um es zukunftsfest zu machen: „Ich wünsche mir, dass Intendanten die Idee der ,Spieltriebe‘ auch in den nächsten Jahrzehnten noch aufgreifen“, sagt Waldschmidt bei der ersten Vorstellung der nächsten „Spieltriebe“. Widmete sich das erste Festival der Ära Waldschmidt im September 2011 den Anschlägen auf das World Trade Center, stellen die nächsten Spieltriebe unter dem Titel „Total Real“ die Frage, welche Gegenentwürfe eine immer komplexer werdende Realität zulässt, wo Raum für Fantasie bleibt, „welche Löcher“ man in diese Wand aus kalter Realität „bohren kann“ (Waldschmidt). Dabei bleibt die Form die gewohnte: Fünf Routen führen an ungewöhnliche Spielorte wie einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, aufs Gelände einer weltweit operierenden Spedition, auf das Gut eines Osnabrücker Adelsgeschlechts. Präsentiert werden dabei Uraufführungen aus allen Sparten des Theaters von der zeitgenössischen Oper und Schauspiel bis hin zu Tanz und Livehörspiel. Ausgangs- und Zielpunkt ist das Theater am Domhof.

Spieltriebe 5: „Total Real“. 6.–8. September, Theater Osnabrück. Kartentelefon: 0541/7600076


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