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„Ich habe ihn so erlebt“ Bei „Beckmann“ legt Pola Kinski nach

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Hamburg. Pola Kinski hat sich erstmals nach der Veröffentlichung ihres Buches vor Fernsehkameras gewagt. Bei „Beckmann“ hat sie erneut ihrem Vater Klaus Kinski sexuellen Missbrauch vorgeworfen – und gegenüber ihrem Buch noch nachgelegt.

„Wenn ich ihn als wütenden, tobenden Berserker in einem Film gesehen habe, dann habe ich ihn nicht als Schauspieler empfunden – denn so haben wir ihn zu Hause erlebt. Und zwar eins zu eins erlebt.“

In ihrem Buch „Kindermund“ schreibt die 60-Jährige, ihr Vater habe sie ab ihrem fünften Lebensjahr 14 Jahre lang missbraucht. Dass sie erst jetzt darüber spreche, liege an der Verklärung ihres Vaters, sagte sie Reinhold Beckmann. „Sein Glorienschein wurde immer größer. Jedes Jahr noch ein Buch, noch ein Bildband, noch ein Gedichtband – nach seinem Tod mutierte er langsam zum zarten, hochsensiblen Künstler. Und dann hat es mir gereicht.“ Irgendwann habe sie es nicht mehr ausgehalten, erzählte die Schauspielerin.

Auch Polas Mutter Gislint B. meldete sich nun in der „Bunten“ zu Wort – und sagt, sie habe nichts gewusst. Pola habe bis zuletzt nichts über den Missbrauch erzählt. Pola berichtet dagegen in ihrem Buch, dass ihre Mutter keineswegs überrascht reagiert habe, als sie im Alter von 19 Jahren von dem jahrelangen Missbrauch erzählt habe.


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