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Produktion eingestellt „Game of Thrones“: HBO cancelt Spin-off mit Naomi Watts

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Osnabrück. Der US-Sender HBO hat die Produktion für einen Ableger der Erfolgsserie „Game of Thrones“ eingestellt: Das Spin-off mit Hollywood-Star Naomi Watts wird nicht mehr realisiert. Doch es gibt noch Hoffnung auf weitere Abenteuer in Westeros.

Die Fantasyserie „Game of Thrones“ war ein weltweites Phänomen und eine Goldgrube für den US-Sender HBO. Nach dem Ende der Serie im Mai dieses Jahres wurden die Fans mit der Aussicht auf weitere Abenteuer in der Fantasy-Welt von Westeros vertröstet: Es soll sieben Ideen für Fortsetzungen beziehungsweise Vorgeschichten gegeben haben. Eine dieser Ideen spielte mehrere Jahrtausende vor den Ereignissen in „Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“. (Weiterlesen: Game of Thrones: Wovon handelt das Spin-off der Fantasyserie?)

Mit Hollywood-Star Naomi Watts („King Kong“) wurde eine der Hauptrollen besetzt, das Drehbuch zum Spin-off mit dem Arbeitstitel "Bloodmoon" hatte Jane Goldman („Kick-Ass“, „Kingsman“) geschrieben. Doch nun die schlechte Nachricht für alle Fans: HBO wird die Serie nicht weiter produzieren. (Weiterlesen: "Game of Thrones": Bücher könnten anders enden als die TV-Serie)

„Game of Thrones“: Zweites Spin-off weiter in Planung

Wie das US-Magazin Entertainment Weekly schreibt, wurde eine Pilotfolge in Nordirland dieses Jahr gedreht, doch der Sender habe sich dagegen entschieden, die komplette Serie zu realisieren. Showrunnerin Jane Goldman soll laut deadline.com die Mitwirkenden per E-Mail darüber informiert haben, dass das Projekt eingestellt wurde. Eine offizielle Bestätigung von HBO gibt es zurzeit noch nicht.

Aber es gibt noch Hoffnung: Ein zweites Prequel, also eine weitere Vorgeschichte zu „Game of Thrones“, soll weiterhin produziert werden. HBO gab am Dienstag die Pläne für zehn Episoden von "House of the Dragon" bekannt. Inhaltlich handelt es sich um die Geschichte der Targaryens und basiert auf dem Buch „Fire and Blood“ von George R. R. Martin, der auch die Hauptreihe „Game of Thrones“ geschrieben hat. Möglicherweise könnte es daher schon in der Pilotfolge um den „Tanz der Drachen“ gehen, den Bürgerkrieg der Targaryens. Das heißt auch, dass HBO wieder tief in die Tasche greifen müsste, wenn wieder Drachen zu sehen sein sollen.

Das gecancelte Projekt mit Naomi Watts hingegen sollte sich nicht um Drachen drehen, sondern um die Weißen Wanderer. Hauptsächlich sollten die Ereignisse in der „Langen Nacht“ im Mittelpunkt des Spin-offs stehen, ein Mysterium, das in der achten und finalen Staffel von „Game of Thrones“ eine unbefriedigende Auflösung erfahren hat. (Weiterlesen: Game of Thrones Staffel 8: Die unglaubwürdigsten Wendungen)

„Game of Thrones“-Produzenten verärgern Fans

Unterdessen haben auch die Showrunner und Produzenten von „Game of Thrones“ in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt: Sie hatten laut eigener Aussage auf insgesamt acht Staffeln für die Serie und damit auf ein schnelles Ende gedrängt, damit sie bei Disney und „Star Wars“ einsteigen können. HBO wollte eigentlich noch mehr Staffeln für die Erfolgsserie, aber David Benioff und D. B. Weiss wollten sich nicht mehr so lange an die Serie binden. Bei den Fans kam die finale Staffel größtenteils nicht gut an, es hagelte Kritik und sogar eine Petition, das Ende neu zu schreiben.

Nun haben Benioff und Weiss allerdings bekanntgegeben, dass sie nicht länger an weiteren „Star Wars“-Filmen arbeiten werden und ihren Vertrag mit Disney gekündigt haben. Dafür haben sie ein lukratives Angebot des Streamingdienstes Netflix angenommen und nun sei der Terminkalender zu voll.

Auf einer Veranstaltung in den USA am Wochenende sorgten auch einige Aussagen zur Produktion von „Game of Thrones“ für Ärger bei den Fans: Benioff und Weiss gaben zu, das Werk von George R. R. Martin nicht wirklich durchschaut zu haben. Sie hätten sich sogar Hilfe von den Schauspielern geholt, um die Charaktere in den Drehbüchern, die sie fast alle selbst geschrieben haben, weiterentwickeln zu können. Laut eigener Aussage hätten sie keine Ahnung gehabt, was sie eigentlich gemacht haben. 


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