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Attraktiver Stellenwert des Theaters

Findet Gefallen am neuen Bezug der Theaterstühle: Andreas Bernard vom Hotel „Walhalla“. Foto: Hermann PentermannFindet Gefallen am neuen Bezug der Theaterstühle: Andreas Bernard vom Hotel „Walhalla“. Foto: Hermann Pentermann

Mit einer Spendenaktion unterstützt der Osnabrücker Theaterverein die Aufarbeitung des Gestühls im Theater am Domhof. Wer mag, kann sich einen Stuhl mit seinem Namensschild auf der Rückseite „kaufen“. Über ganz unterschiedliche Menschen und ihre Motive für diesen Kauf setzen wir unsere kleine Serie fort.

Andreas Bernard, Geschäftsführer des Osnabrücker Traditionshotels „Walhalla“ in der Altstadt, weiß aus langjähriger Erfahrung, wie sehr das Wohlergehen eines Hotels auch von der kulturellen Anziehungskraft einer Stadt abhängt. „Es sind viele Faktoren, die einen Standort reizvoll machen. Doch zur Symbiose der Attraktionen für Übernachtungen gehören unbedingt kulturelle Highlights.“ Da Osnabrück in dieser Hinsicht sich aber nicht mit Hamburg oder Berlin vergleichen lässt, freut sich Bernard, dass das Osnabrücker Theater derzeit in und außerhalb der Stadt einen so guten Ruf hat. Doch nicht nur deshalb will Bernard das Theater und seinen „Super-Intendanten“, wie er ihn nennt, mit dem Erwerb von gleich zwei Stühlen im Großen Haus unterstützen. Er ist auch selbst begeisterter Theatergänger. Das fing an mit Schauspielinszenierungen in der Bochumer Intendantenära Peter Zadeks der 80er-Jahre und ging weiter in seinen Londoner Jahren, wo er die Konzerte der „Night of the Proms“ verschlungen hat. Sobald seine Kinder größer sind, will er auch Angebote des Osnabrücker Theaters öfter nutzen.

Dem Theaterverein hilft er, indem er in der neuen Spielzeit seine erst ein Jahr alte, freundlich-moderne Wintergarten-Bar mit Kamin anbietet. Für die neuen „Kamingespräche“ vor oder nach neuen Produktionen, die die Vorsitzenden Axel Zumstrull und Wolfgang Bick planen. Dieses Kaminzimmer soll übrigens auch eine andere Lücke im Osnabrücker Abendleben schließen helfen: Nach Vorstellungen im Theater kann man dort bis Mitternacht einkehren und noch etwas aus der Küche bekommen – dann, wenn andere Küchen bekanntlich längst geschlossen sind. Schön, wenn sich Wirtschaft und Kultur so angenehm miteinander verzahnen...


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