Hommage an "E.T." "Shaun das Schaf" trifft in "Ufo-Alarm" auf nettes Alien

Auch Bitzer (Mitte) fliegt mit Shaun (rechts) ins All, um Lu-La nach Hause zu bringen. Foto: Aardman AnimationsAuch Bitzer (Mitte) fliegt mit Shaun (rechts) ins All, um Lu-La nach Hause zu bringen. Foto: Aardman Animations

Osnabrück. In seinem zweiten Kinoabenteuer hilft das Knetgummi-Schaf Shaun einem auf der Erde gestrandeten Wesen aus dem All.

Was ist das? Eine fliegende Untertasse? Eine gigantische Christbaumkugel aus dem All? Ausgerechnet über dem beschaulichen Dorf Mossingham spielen sich am Nachthimmel erstaunliche Szenen ab. Plötzlich trifft Shaun, das Schaf, das mit seiner Herde auf dem Hof eines britischen Bauern lebt, auf einen Insaßen des Gefährts, auf „Lu-La“, einem violetten, sehr freundliches Wesen mit ähnlich großen Augen wie Shaun. 

Doch Lu-La hat ein Problem: Sie ist nicht freiwillig auf der Erde, will zurück nach Hause zu einem fernen Planeten, zu Mama und Papa. 

Kann Shaun helfen? Schließlich steht das Wolltier zusammen nicht nur unter der Knute des Wachhundes Bitzer, sondern auch unter dem Diktat des Farmers. Geschäftstüchtig, wie der ist, baut dieser, dank der allgemeinen Ufo-Hysterie, seinen Bauernhof zu einem Amüsierpark namens „Farmageddon“ (so auch der Originaltitel des Films) aus. Ein eher lahmer Betrieb. Bis eines Tages ein echtes Raumschiff naht.

Wer kennt es nicht, das Schaf Shaun im Knetgummi-Look, das seit 2007 Held nicht nur Held einer erfolgreichen Kinderserie im Fernsehen ist, sondern bereits 2015 die Leinwand in einem Spielfilm eroberte? Die produzierenden Aardman-Studios in Bristol griffen erneut auf bewährte Konzepte zurück. So sehen die Effekte  „wie handgemacht“ aus, und sobald „großes Kino“ zitiert wird, sieht das Ergebnis kulissenmäßig doch eher aus wie die von Holzplatten zusammengehaltene Version eines Abenteuerspielplatzes.  

Und natürlich geizt „Ufo-Alarm“, wie die Vorgängerfilme des Studios, etwa „Chicken Run“ (2000) oder „Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ (2005), nicht mit Filmzitaten. Sei es zu Stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ (1968) oder „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977). Doch ist es vor allem Steven Spielbergs „E.T. - Der Außerirdische“ (1982), dessen Handlungsgerüst hier übernommen und liebevoll parodiert wurde.

Und anders als der  Vorgänger erinnert die Fortsetzung nicht an aneinandergereihte Kurzfilme, sondern entfaltet stattdessen ein sowohl technisch perfektes (übrigens, ungewöhnlich für derlei Trickfilme, im Scope-Format gedrehtes) wie auch emotional ergreifendes Abenteuer für – wie man so schön sagt- „Jung und Alt“ .

„Shaun das Schaf. Der Film. Ufo-Alarm“ (GB/F/USA 2019). R.: Will Blecher, Richard Phelan. 86 Minuten. FSK: ab 0.


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