Kommunikation im Vatikan Papst: "Lasst uns aufhören, Adjektive zu benutzen"

Papst Franziskus stört sich an bestimmten Ausdrucksformen. Foto: imago images/ZUMA Press/Evandro InettiPapst Franziskus stört sich an bestimmten Ausdrucksformen. Foto: imago images/ZUMA Press/Evandro Inetti

Vatikan. Papst Franziskus setzt sich für eine Sprache ein, die ohne Adjektive auskommt – gegen die er "allergisch" sei.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche sorgt regelmäßig mit seinen Meinungsäußerungen für Aufsehen. Diesmal hat Papst Franziskus sein Kommunikationsteam im Vatikan angehalten, weniger Adjektive zu verwenden. "Ich reagiere allergisch auf diese Worte", sagte er laut dem "Guardian" in einer Rede am Montag. 

Keine "authentischen" Christen

Vor allem wenn es um den Begriff "Christen" geht, brauche es nicht den Zusatz: "authentische" Christen, so der 82-Jährige. "Wir sind in eine Kultur der Adjektive und Adverben geraten und haben die Stärke der Substantive vergessen", sagte Papst Franziskus. Er sehe die Mission der Kommunikation in "echtem Kommunizieren, ohne versüßende Adjektive oder Adverben."

Franziskus dankte in seiner Rede seinem Kommunikationsteam, das auch seinen erfolgreichen Twitter-Account betreut. Sein Team vermittelte später auch dort die neue Botschaft des Papstes: "Lasst uns lernen, Leute bei ihrem Namen zu nennen, wie es der Herr mit uns tut, und lasst uns aufhören, Adjektive zu benutzen."

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