Eröffnung mit "Lovemobil" Im Netz: Das Programm des Filmfestes Osnabrück 2019

Der Eröffnungsfilm des FilmFestes Osnabrück: In "Lovemobil" geht es auch um die Sehnsüchte von Prostituierten beim Volkswagenwerk. Foto: NordmediaDer Eröffnungsfilm des FilmFestes Osnabrück: In "Lovemobil" geht es auch um die Sehnsüchte von Prostituierten beim Volkswagenwerk. Foto: Nordmedia

Osnabrück. Ein lokales Festival mit globalem Anspruch: Das "FilmFest Osnabrück 2019" stellt sein neuestes Programm ins Netz.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Denn ab jetzt können sich Kinofreunde im Netz unter www.filmfest-osnabrueck.de  über das neueste Programm des 34. Unabhängigen Filmfestes Osnabrück vom 16. bis 20. Oktober informieren und sogar Tickets reservieren.

Dabei gibt dort auch einige Neuerungen zu entdecken, verspricht Julia Scheck, die Leiterin des Festivals: „Dieses Jahr wollen wir Kurzfilme in das Hauptprogramm einbinden. Sie sollen vor passenden Langfilmen laufen, auch weil wir glauben, dass sonst so manches den Zuschauern entgeht. So wird etwa beim Musikfilmprogramm ‚Laut‘ jeweils ein Videoclip vor dem Hauptfilm laufen.“ .

Auch in der Präsentation geht man inzwischen ergänzende Wege. Neben der Homepage und Facebook ist dieses Jahr auch Instagram stark in der Präsentation eingebunden, wo schon jetzt auf besondere Aktionen und Vorveranstaltungen hingewiesen wird.

„Die Darstellung im Netz ist eine Leistung des gesamten Teams“, so Julia Scheck. Texte müssen für den Katalog geschrieben, Stabangaben eruiert, Termine abgesprochen werden. Flankiert werden die Filmbeschreibungen jeweils von den dazugehörigen Trailern. „Das alles online zu stellen, dauert etwa einen Monat“, so die Leiterin.

Als Eröffnungsfilm am Mittwoch, 16. Oktober, läuft „Lovemobil“, eine Dokumentation über Prostitution in Wohnwagen beim Volkswagenwerk in Wolfsburg - in Caravans also, die schon mal „fahrende Bordelle“ genannt werden. Für Julia Scheck sind diese auch eine Erinnerung an die eigene Kindheit in Uelzen: „Als Kind habe ich mich ständig gefragt, wer denn da am Wegesrand campiert. Bis ich verstanden habe, was die eigentliche Funktion der Gefährte war.“ Und obwohl die zuletzt sogar in Locarno gezeigte Nordmedia-Produktion, Wirklichkeiten in Niedersachsen abbildet, zeigt sich das Festival wie gewohnt in allem Sektionen sehr international.

Etwa mit der Reihe „Vistas Latinas“, die einen Blick nach Lateinamerika wagt, mit dem Programm für Filme um Kinderrechte, die versucht, die Welt aus der Sicht der Halbwüchsigen zu zeigen, oder in jenen Filmen, die für den Friedensfilmpreis nominiert sind. Der ist dieses Jahr mit 15.000 Euro übrigens erstmals 2.500 Euro höher dotiert, „worüber wir uns sehr freuen“, so die Leiterin.

„Ich freue mich riesig, dass es in etwa einem Monat losgeht“, so Julia Scheck. Und mit ihr gewiss auch die vielen Osnabrücker Filmfans, die sich schon jetzt ihr persönliches Programm zusammenstellen können.


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