Geschichten, in denen alles möglich ist Übersetzerin Eva Bauche Eppers kommt zur Lese-Rampe in den Unikeller

Die Übersetzerin und Autorin Eva Bauche-Eppers wird bei der Lese-Rampe über ihre Arbeit erzählen. Foto: Wolfgang EppersDie Übersetzerin und Autorin Eva Bauche-Eppers wird bei der Lese-Rampe über ihre Arbeit erzählen. Foto: Wolfgang Eppers

Osnabrück . Am 26. April gibt Eva Bauche-Eppers Einblicke in ihre Arbeit als Übersetzerin und Autorin bei der Lese-Rampe. Spezialisiert hat sie sich auf Fantasy und Science-Fiction.

Spätestens als „Der Herr der Ringe“ 1969/1970 nach Deutschland kam, habe ihre Begeisterung für das Fantasy-Genre begonnen, sagt Eva Bauche Eppers. Obwohl, eigentlich sei das schon viel früher gewesen. Als Kind habe sie sehr gern Karl May gelesen und Märchen: „Da ist es die logische Weiterentwicklung, sich auch als Erwachsene für imaginäre Welten zu begeistern, in denen alles möglich ist “, erinnert sich die 1954 geborene Übersetzerin, die bei der kommenden Lese-Rampe aus ihrem Buch lesen und ihre Arbeit als Übersetzerin vorstellen wird.

Die Trilogie von John Ronald Reuel Tolkien hat die 1954 geborene Bauche-Eppers in Ermangelung einer deutschen Ausgabe als Jugendliche zunächst für ihre Mutter übersetzt. Später wurde sie dann hauptberuflich Übersetzerin.

1:1-Übersetzung nicht möglich

„Ich habe das nicht studiert, ich habe die Mittlere Reife“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion, wenn sie danach gefragt wird, woran eine gute Übersetzung zu erkennen ist. Dann überlegt sie kurz und erläutert dann: „Man muss dem Original gerecht werden, ohne es eins zu eins abzubilden.“ Das nämlich sei schon allein aus dem Grund nicht möglich, weil es Witze und Wortspiele gebe, die sich nicht von einer Sprache in die andere übertragen lassen. Es gehe vielmehr darum, die Atmosphäre zu transportieren. Dafür müsse man sich in der eigenen Sprache besser auskennen, als in der Originalsprache eines Buchs: „Man kann einen Scherz ja nicht in der Fußnote erläutern“, sagt sie dann.

Eigene Fantasy-Erzählungen

Eva Bauche-Eppers übersetzte bislang unter anderen Werke von George R. R. Martin, Robert Jackson Bennett und Claire North ins Deutsche. Einen Namen machte sie sich vor allem als Stammübersetzerin des preisgekrönten britischen Autors China Miéville. Für ihre Arbeit als Übersetzerin wurde Eva Bauche-Eppers zweimal mit dem Kurd-Laßwitz-Preis geehrt. Aber auch als Autorin war sie tätig: Als einzige Frau im Autorenteam der Heftserie „Die Terranauten“. Eigene Fantasy-Erzählungen hat sie unter dem Titel „Wanderer unter dunklen Himmeln“ 1981 veröffentlicht.

„Wünsche äußern kann man selten“, sagt sie dazu, wie sie zu den Büchern gelangt, die sie übersetzt. Zumeist erreicht sie eine Anfrage des Verlages per E-Mail oder Telefon. Dann werden Honorar und Abgabetermin geklärt und sie macht sich an die Arbeit.

Bei der Lese-Rampe wird Eva Bauche-Eppers aus ihrer neu aufgelegten Geschichtensammlung „Wanderer unter dunklen Himmeln“ lesen und am Beispiel von Paul Robert Smith und China Miéville über ihre Arbeit als Übersetzerin berichten.

Lese-Rampe mit Eva Bauche-Eppers, 26. April, 20 Uhr, Unikeller Osnabrück.


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