Besondere Leihgabe Warum ein Meisterwerk von Picasso nun in einem Kuhstall hängt

Ein Picasso hängt im Kuhstall. Es freuen sich darüber: die Enkelin des Künstlers, Diana Widmaier Picasso (von links), der Gewinner und Hausherr Hanspeter Benz, Philippe Vuilleumier, Leiter der Konzernsicherheit bei der Swisscom, und Raphael Bouvier, Kurator der Fondation Beyeler. Foto: Nino Ubezio/SwisscomEin Picasso hängt im Kuhstall. Es freuen sich darüber: die Enkelin des Künstlers, Diana Widmaier Picasso (von links), der Gewinner und Hausherr Hanspeter Benz, Philippe Vuilleumier, Leiter der Konzernsicherheit bei der Swisscom, und Raphael Bouvier, Kurator der Fondation Beyeler. Foto: Nino Ubezio/Swisscom

Riehen/Wettingen. Einmal einen Picasso im eigenen Heim an der Wand bewundern – ein Schweizer Kunsthaus macht es möglich. Gegen mehrere hundert Bewerber hat sich nun ein Kandidat durchgesetzt. Hanspeter Benz freut sich über das Gemälde – es soll bei ihm im Kuhstall hängen.

Als Werbeaktion für eine Schweizer Picasso-Ausstellung wird eines der zentralen Kunstwerke des Malers einen Tag lang an einen privaten Haushalt in der Schweiz ausgeliehen. Unter dem Hashtag #myprivatepicasso konnten Interessierte kundtun, wie sie sich einen Tag mit dem Picasso-Werk in ihren vier Wänden vorstellen. 411 Bewerbungen sind bei der Fondation Beyeler eingegangen, teilte das Kunsthaus mit. 

Der glückliche Gewinner heißt Hanspeter "Hampi" Benz und kommt aus Wettingen bei Zürich. Er darf das Meisterwerk "Buste de femme au chapeau (Dora)" für 24 Stunden bei sich aufhängen. 

Nur wohin mit dem Picasso? "Ich habe dann sofort an unseren schönen Stall gedacht", sagt Benz auf Schwyzerdütsch in einem Video der Swisscom, dem Partner der Kunstaktion. Demnach lebt "Hampi" auf einem Bauernhof. Der Stall diene jedoch nicht mehr als Schlafgelegenheit für die Kühe. Seine Familie freue sich "mega-mega-fescht" und er besonders, sagt er.

In den sozialen Netzwerken dokumentierte unter anderem Journalist Daniel Faulhaber den Ausflug des Kunstwerks auf den Bauernhof: 

Auch die Enkelin des Künstlers, Diana Widmaier Picasso, war demnach dabei, als das Gemälde an dem ungewöhnlichen Ort aufgehängt wurde. Ihrer Ansicht nach hätte ihrem Großvater der nach Gülle stinkende Stall sehr gefallen.

Die Leihgabe auf Zeit zeigt die französische Künstlerin Dora Maar, die Geliebte und Muse des spanischen Künstlers Pablo Picasso war. Das Werk entstand 1939 und ist mehrere Millionen Euro wert. 

Ein Spezialrahmen soll das Werk bei seinem Ausflug aus dem Museum schützen. Nach "SWR"-Angaben misst die verbaute Sicherheitstechnik Temperatur und Feuchtigkeit und funkt die Daten in Echtzeit an eine Überwachungsstelle. Auch mit einer Kamera und einem GPS-Sender ist der Rahmen ausgestattet. Wird das Bild unerlaubt bewegt, löst es sofort Alarm aus. 


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