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05.03.2019, 17:23 Uhr ABSCHIED VON JULIA DRAGANOVIC

Die Kunsthalle Osnabrück wieder attraktiv gemacht

Ein Kommentar von Dr. Stefan Lüddemann


Sie verlässt Osnabrück: Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück. Foto: Sven JürgensenSie verlässt Osnabrück: Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück. Foto: Sven Jürgensen

Osnabrück. Die Direktorin der Kunsthalle Osnabrück geht. Julia Draganovic hat das Ausstellungshaus wieder zu einer ersten Adresse gemacht. Aber wie geht nun nach ihrem Abschied weiter? Die Kuratorin hat mit ihrer Leistung die Latte jedenfalls sehr hoch gelegt.

Von Osnabrück nach Rom: Die Berufung an die Villa Massimo in Rom unterstreicht noch einmal deutlich den Rang von Julia Draganovic. Die Kuratorin hatte es nicht immer leicht. Ihr vor allem auf Performances ausgerichtetes Programm hat nicht jedem gepasst. Dabei hat sie mit ihrer Kunsthalle auch die ganze Stadt an das internationale Kunstgeschehen angeschlossen. Was für eine Leistung!  Hier weiterlesen: Julia Draganovic verlässt die Kunsthalle Osnabrück.

Julia Draganovic hat nicht nur ein Haus bespielt, sie hat Osnabrück als Schauplatz aufregender Kunstereignisse inszeniert, neue Formen der Zusammenarbeit initiiert und damit eine ganze Stadt bewegt. Von ihren Ideen, Initiativen und Verbindungen hätte Osnabrück noch auf Jahre profitieren können. Jetzt kommt es anders und gerade im Moment des Abschieds dämmert es manchem erst, welch außergewöhnliche Momente dieser Kuratorin zu danken sind.

Wie geht es nun weiter? Hoffentlich auf dem gleichen Niveau. Mit Julia Draganovic ist die Kunsthalle Osnabrück wieder eine auch überregional attraktive Adresse geworden. Dem sollte die Neubesetzung der Leitung entsprechen. Eine renommierte Persönlichkeit von außen, mehr Geld – darunter darf es nicht gehen.

s.lueddemann@noz.de


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