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Ausstellung "Inventur" eröffnet Nicolas Fromm regt mehr Kooperation von Stiftungen an

Gemeinsam die Ausstellung "Inventur" realisiert: Nicolas L. Fromm (Vorstandsvorsitzender Fromm-Stiftung Institut für kulturelle Leitformen), Johanna Fromm-Bruns (Stiftungsrat Fromm-Stiftung Institut für kulturelle Leitformen),  Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück) und die Künstlerin Katharina Hohmann (von links) in der  Ausstellung "Inventur"). Foto: Gert WestdörpGemeinsam die Ausstellung "Inventur" realisiert: Nicolas L. Fromm (Vorstandsvorsitzender Fromm-Stiftung Institut für kulturelle Leitformen), Johanna Fromm-Bruns (Stiftungsrat Fromm-Stiftung Institut für kulturelle Leitformen), Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück) und die Künstlerin Katharina Hohmann (von links) in der Ausstellung "Inventur"). Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Osnabrücker Stiftungen sollen besser zusammenarbeiten, um Kulturprojekte in der Stadt wirkungsvoller fördern zu können. Das forderte Nicolas L. Fromm, Vorstandsvorsitzender der Fromm Stiftung - Institut für kulturelle Leitformen zur Eröffnung der Ausstellung "Inventur" in der Kunsthalle Osnabrück.

"Unser Ziel ist es, gemeinsam mit anderen Stiftungen größere Projekte zu stemmen", sagte Fromm, der der Fromm Stiftung vorsteht und Geschäftsleiter Digital der NOZ Medien ist. Seiner Einschätzung nach seien viele der einzelnen Stiftungen jeweils zu klein, um Kulturprojekte wirksam mit ermöglichen zu können. Deshalb müsse die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen gesucht werden. Dies gelte umso mehr, als schwache Zinserträge die finanziellen Spielräume von Stiftungen einengten. Die Fromm Stiftung fördert gemeinsam mit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Ausstellung "Inventur". Hier weiterlesen: Darum lohnt sich der Besuch der Ausstellung "Inventur" in der Ausstellung Osnabrück.

Eröffnung der Ausstellung "Inventur" von Katharina Hohmann in der Kunsthalle Osnabrück. Foto: Gert Westdörp


Sprache sinnlich erlebbar

Die Künstlerin mache Sprache sinnlich erlebbar, lobte Fromm die Ausstellung der Schweizer Künstlerin Katharina Hohmann, die die Kunsthalle mit begehbaren Baugerüsten, Leitern und Spiegeln in eine Installation verwandelt hat. "Die Kultur der Stadt Osnabrück wird hier gekonnt mit der Geschichte des Ortes verbunden", fasste Fromm seinen ersten Eindruck von der Ausstellung zusammen. 

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Die Präsentation umfasst auch Bilder aus dem Archiv der Neuen Osnabrücker Zeitung. Auf diesen Fotos sind bauliche Veränderungen der heute als Kunsthalle genutzten Dominikanerkirche zu sehen.

Sie nahmen die Ausstellung von oben in Augenschein: Katie Steiner und Nicolas Fromm (Vorstandsvorsitzender Fromm Stiftung - Institut für kulturelle Leitformen) in der Kunsthalle Osnabrück. Foto: Gert Westdörp


Gute Kooperationen

Die Künstlerin Katharina Hohmann zeige mit ihrer Schau "den kulturellen Reichtum der Stadt Osnabrück", lobte Bürgermeisterin Birgit Strangmann (Bündnis 90/Die Grünen) die Ausstellung. Viele Institutionen der Stadt vom Diözesanmuseum über das Landesarchiv bis zur Denkmalpflege und dem Fachdienst Geodaten der Stadt hätten die Künstlerin bei ihren Recherchen zur wechselvollen Geschichte der Dominikanerkirche unterstützt. Das ehemalige Gotteshaus sei unter anderem als Pferdestall, Wohnhaus, Lazarett und Kulissenlager des Theaters genutzt worden. 1993 begann die Geschichte des Kirchenbaus als Kunsthalle.

Zu jeder vollen Stunde segeln die Seifenblasen wie ein Mannaregen auf die Ausstellungsbesucher nieder: Eröffnung der Ausstellung "Inventur" von Katharina Hohmann in der Kunsthalle Osnabrück. Foto: Gert Westdörp


"Überall Neues zu entdecken"

Der Ausstellungstitel "Inventur" klinge zunächst einmal trocken, befand Strangmann vor vielen Gästen, die zur Eröffnung gekommen waren. Dabei sei die Bestandsaufnahme Voraussetzung für den Aufbruch in neue Richtungen. Die Inventur, die Katharina Hohmann jetzt anstelle, zeuge jedenfalls von sehr viel Bewegung. "In der Ausstellung gibt es überall Neues zu entdecken", verwies Strangmann auf die Funde zur Geschichte von Stadt und Dominikanerkirche, die die Künstlerin inszeniert habe. "Nehmen Sie diese Ausstellung als Übungsfeld für das Ausprobieren neuer Sichtweisen", gab Strangmann den Gästen der Vernissage als Ratschlag mit auf den Weg.

Bei der Eröffnung der Ausstellung "Inventur" in der ersten Reihe: Künstlerin Katharina Hohmann, Johanna Formm-Bruns (Stiftungsrat Fromm Stiftung - Institut für kulturelle Leitformen), Katie Steiner, Nicolas L. Fromm ( Vorstandsvorsitzender der Fromm Stiftung - Institut für kulturelle Leitformen) und Julia Draganovic (Direktorin Kunsthalle Osnabrück) (von links). Foto: Gert Westdörp


Körper und Kunstwerk

Die Künstlerin Katharina Hohmann verstehe die Kunsthalle selbst als Körper und Kunstwerk und öffne viele neue Einblicke in das Haus, sagte Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle. Die Ausstellung zeige, wie relativ Blickweisen und Standpunkte seien, fügte Draganovic an und verwies auf die Hohmanns künstlerische Vita. Die Künstlerin habe Studiengänge zur Kunst im öffentlichen Raum aufgebaut und in vielen Projekten, so 2003 auf Schloss Ettersburg bei Weimar demonstriert, wie Orte in Skulpturen verwandelt werden könnten. Die Ausstellung "Inventur" füge sich in eine Reihe von Kunstprojekten, die die Kunsthalle nachhaltig neu geprägt hätten. Draganovic erinnerte dabei an Michael Beutler, der den ehemaligen Kirchenraum mit seiner umlaufenden Bank ausgestattet habe, und an Pedro Cabrita Reis, dessen leuchtende "Gildewart Line" die Fassade des Kirchenbaus seit 2015 wie ein weithin sichtbares Signet ziere.

Eröffnung der Ausstellung "Inventur" von Katharina Hohmann in der Kunsthalle Osnabrück. Foto: Gert Westdörp


Zur Information über die Ausstellung "Inventur" geht es hier


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