Das Geheimnis unseres Planeten Checker Tobi gibt sein Leinwanddebüt im Cinema Arthouse

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Als „Checker Tobi“ dreht Tobias Krell Doku-Reportagen für Kinder. Im Cinema Arthouse stellte er seinen Kinofilm "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten" vor.  Foto: Michael GründelAls „Checker Tobi“ dreht Tobias Krell Doku-Reportagen für Kinder. Im Cinema Arthouse stellte er seinen Kinofilm "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten" vor. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Tobias Krell ist "Checker Tobi". In seiner gleichnamigen Wissenssendung auf Kika erforscht er für junge Zuschauer die Welt. Ende Januar erscheint sein erster Kinofilm "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten", den er am Donnerstag im Cinema Arthouse schon vorab vorgestellt hat.

Die Kinder sind aufgeregt: Checker Tobi gibt Autogramme, hautnah. Sie können Fotos mit ihm machen und ihm Fragen stellen. Es ist Lucys Kindergeburtstag und gemeinsam mit ihren Freunden geht sie ins Cinema Arthouse, denn dort stellt Tobias "Checker Tobi" Krell seinen ersten Film "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten" vor, bevor er Ende Januar regulär in den Kinos läuft. Vorher gibt es eine Autogrammstunde, zu der sehr viele Kinder kommen. Die Gruppe um die Geschwister Lucy (10), Anni (8) und Hedy (5) und ihre Freunde Marie (10), Sigrid (10), Darian (10), Lina (10), Amelie (10), Antonia (10) und Johanna (11) ist hellauf begeistert. "Es ist toll, dass sich Tobi Zeit für uns nimmt", sagt Sigrid. "Und es ist super, dass er auch zu uns nach Osnabrück kommt und nicht nur nach Berlin oder München." Lucy erzählt, dass in der letzten Folge von Krells Doku-Wissenssendung "Checker Tobi" auf Kika Szenen aus dem Film gezeigt wurden. "Und das sah schon echt cool aus."

Foto: Michael Gründel


Durch den Kinosaal toben die Kinder, draußen wird die Autogrammschlange immer länger. Krell nimmt sich Zeit für jeden einzelnen jungen Fan. Er tut das gern. Er mag es, mit und für die Kinder zu arbeiten. "Als Wissenssendung für Kinder müssen wir Dinge konkret und auf den Punkt erklären", erklärt er im Interview vor der Autogrammstunde. Das reizt den gelernten Journalisten. Vor seiner Arbeit als "Checker" war er beim SWR tätig. 

Mit "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten" hat Krell erstmals einen Kinofilm gedreht. Er nennt es einen "Dokumentarfilm mit Spielfilmelementen", der einer Handlung um die Suche nach dem Geheimnis der Erde folgt. Zwar führen ihn auch seine regulären TV-Reportagen hin und wieder ins Ausland, der Film ermöglichte ihm und seinem Team aber weite Reisen: Für Checker Tobi geht es nach Indien, Vanuatu, Grönland und Tasmanien. Dort ist er auf den Spuren Bollywoods, klettert auf den Krater eines aktiven Vulkans, begibt sich in die Arktis und taucht im Pazifik. Für das Abenteuer unter Wasser hat er extra einen Tauchschein gemacht, sein Highlight war es aber, den Vulkan in Vanuatu zu besteigen. "Wenn da 500 Mal am Tag Lavabomben von der Größe eines Lkw in die Luft geschleudert werden, ist das schon abgefahren", sagt er. "Und auch in den Krater zu gucken, in dem es brodelt: So ein Gefühl hatte ich noch nie an einem Ort." 

Großer Filmfan

Ein Film war laut Krell schon geplant, bevor er seinen Vertrag für die Sendung unterschrieb, die seit 2013 auf Kika läuft. "Damit haben sie bei mir als großen Filmfan natürlich offene Türen eingerannt", sagt er. Vor dreieinhalb Jahren begann die Arbeit an dem Film. Krell hatte Mitspracherecht und arbeitete das Konzept mit Regisseur Martin Tischner und der Produktionsleiterin Esra Bonkowski aus. 

Es sei bei den Drehs nicht immer einfach, zwischen Tobias Krell und Checker Tobi zu differenzieren. Im Grunde bedingt der eine Tobias den anderen. "Es steckt ganz viel von mir persönlich in der Sendung und in dem Film. Ich bin natürlich kein achtjähriger Junge, aber ich mache Kinderfernsehen für Achtjährige", erklärt er das Dilemma, das mit seiner Rolle einhergeht. "Wenn ich also Fragen stelle, deren Antwort ich vielleicht schon weiß, dann wäre es natürlich naiv, wenn ich so tun würde, als würde ich sie wirklich nicht kennen. Wenn ich mich so verstellen und den echten Tobi wegnehmen würde, dann würden die Kinder mir auch nicht mehr folgen." 

Foto: Michael Gründel

Bei der Autogrammstunde im Cinema Arthouse kneift ihn eines der Mädchen aus der Kindergeburtstagsgruppe. Sie wollte sichergehen, dass Checker Tobi auch wirklich echt ist. Krell weiß: Authentizität ist für seine Arbeit wichtig. "Es ist die Voraussetzung, dass das alles funktioniert. Die Kinder müssen schon das Gefühl haben, dass es echt ist." Das sei auch ein Vorteil beim Film gewesen, bei dem er mehr agierende Figur als moderierenden Checker verkörpert. "Ich bin in dem Film mehr Tobias Krell, der auf diese Abenteuerreise für Kinder gerät und dabei von der Kamera begleitet wird."


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