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27.12.2018, 18:26 Uhr KOMMENTAR: MUSEEN IN DORTMUND

Freie Bahn für Kinder?

Von Christine Adam


Eindrucksvoll für alle Generationen: Playmobil-Legionäre im Römermuseum in Haltern am See. Foto: Bernd Thissen dpa/lnw/lniEindrucksvoll für alle Generationen: Playmobil-Legionäre im Römermuseum in Haltern am See. Foto: Bernd Thissen dpa/lnw/lni

Osnabrück. Mit dem freien Eintritt allein ist es nicht getan, um Kinder und Jugendliche deutlich stärker als bisher in die Museen zu holen, das belegen Studien. Vielleicht müssen Dortmund und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe da noch mal nachlegen.

Im Essener Museum Folkwang hat der freie Eintritt zu verdoppelten Besucherzahlen geführt. Eine ähnliche Belebung erhofft sich nun die Stadt Dortmund für ihre Sammlungen in den städtischen Museen. Wenn dazu nicht nur reine Kunst, sondern auch Brauerei, Stahlindustrie oder Naturkunde kommen, dann ist das Spektrum interessant genug für einen Freizeitbesuch gerade auch mit dem Nachwuchs. Denn viele Familien können sich die Eintritte für drei Personen aufwärts nicht leisten.

Genau darauf reagiert auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit seinem Angebot von April an: Kinder zahlen nichts mehr, nur noch die Erwachsenen. Manche der 18 Museen im großen Verbreitungsgebiet befinden sich in Urlaubsorten und bieten attraktives Wissen über Bergbau, altes Handwerk, Archäologie, Schiffbau, Römer oder Preußen an.

In Dortmund sollen kostenpflichtige Sonderschauen wie die über Pink Floyd die Einnahmeverluste ausgleichen. Studien belegen allerdings: Ohne freie Anfahrt kommen nicht spürbar mehr Kinder- und Jugendliche. Vielleicht muss da noch nachgelegt werden.


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