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05.12.2018, 18:05 Uhr BREXIT UND KULTUR

Folgenschwerer Irrtum

Von Christine Adam


Warnt vor Brexit-Auswirkungen auf die britische Kunst: Bob Geldorf und seine Band beim Konzert in Osnabrück. Foto: Hermann PentermannWarnt vor Brexit-Auswirkungen auf die britische Kunst: Bob Geldorf und seine Band beim Konzert in Osnabrück. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Der Brexit türmt bürokratische Hürden auf und klemmt dem Kulturaustausch den Saft ab. Das wird die EU als Wertegemeinschaft empfindlich schwächen – ein Kommentar.

Alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hat, gilt als weicher und vernachlässigbarer Faktor, wenn es um harte, also wirtschaftliche Interessen geht – wie jetzt beim Brexit. In der augenblicklichen politischen Großwetterlage könnte diese Einschätzung ein folgenschwerer Irrtum sein. Die EU, und nicht nur sie, braucht ihre liberalen Mitgliedsländer, um demokratische Werte wie Menschenrechte oder Kunst- und Meinungsfreiheit gegen Anfechtungen autoritärer Strömungen zu schützen.

Mit England verliert die EU einen bislang kraftvollen Vertreter in dieser Sache und einen potenten Lieferanten freiheitlicher Kreativität. Der Brexit türmt bürokratische Hürden auf und klemmt dem Kulturaustausch den Saft ab. Das wird die EU als Wertegemeinschaft empfindlich schwächen. Denn die gemeinsame Kultur ist der Kitt, der Gesellschaftsformen letztlich zusammenhält.



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