Ausstellungsprogramme 2019 Auch Osnabrück will mit dem Thema Bauhaus punkten

Sie präsentierten die Programme ihrer Häuser für das Jahr 2019: Norbert Niedernostheide (Museum am Schölerberg), Nils-Arne Kässens (Museumsquartier Osnabrück), Julia Draganovic (Kunsthalle Osnabrück), Wolfgang Beckermann (Stadtrat Stadt Osnabrück und Patricia Mersinger (Fachbereich Kultur, Stadt Osnabrück). Foto: Hermann PentermannSie präsentierten die Programme ihrer Häuser für das Jahr 2019: Norbert Niedernostheide (Museum am Schölerberg), Nils-Arne Kässens (Museumsquartier Osnabrück), Julia Draganovic (Kunsthalle Osnabrück), Wolfgang Beckermann (Stadtrat Stadt Osnabrück und Patricia Mersinger (Fachbereich Kultur, Stadt Osnabrück). Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. . Museumsquartier und Kunsthalle Osnabrück haben ihr Programm 2019 vorgestellt. Das Bauhaus soll eine große Rolle spielen.

100 Jahre Bauhaus: Das Jubiläum der weltberühmten Designhochschule, das 2019 gefeiert werden wird, soll auch die Osnabrücker Kunsthäuser beschäftigen. Das sagten Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereiches Kultur der Stadt Osnabrück, sowie Nils-Arne Kässens, Direktor des Osnabrücker Museumsquartiers, und Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück. Während das Museumsquartier die Bauhaustapete zum Thema macht, will die Kunsthalle "Bauhaus Fingerprints" präsentieren. Hier weiterlesen: Drei Gemälde von Felix Nussbaum bleiben nun doch in Osnabrück.

Tapete - neu aufgerollt

"Wir präsentieren ein Ausstellungshighlight", kündigte Kässens die Präsentation "die bauhaustapete - neu aufgerollt" an, die ab dem 17. August 2019 gezeigt werden soll. Dabei geht es um die am Bauhaus ab 1929 entwickelte Tapete, die von der Firma Rasch in Bramsche bei Osnabrück bis heute produziert wird. Als Designerin zeichnete Maria Rasch verantwortlich. Bereits am 16. Juni 2019 startet in der Kunsthalle Osnabrück die Ausstellung "Bauhaus Fingerprints", in der Handabdrücke von Bauhauskünstler László Moholy-Nagy aus dem Besitz von dessen Tochter gezeigt werden sollen. Kuratorin Julia Draganovic will rund um diese Artefakte weitere Werke zum Thema Handabdruck zeigen. Kleiner Wermutstropfen: Osnabrück hatte sich mit seinen Projekten zum Thema Bauhaus nicht im offiziellen Jubiläumsprogramm platzieren können.

Kunst zu Karl May

Im Osnabrücker Museumsquartier sollen über das Thema Bauhaus hinaus zeitgenössische Künstler zum Thema Nussbaum arbeiten. Unter dem Titel "Existenz" richtet Künstlerin Brigitte Waldach eine erste Installation in dem Museum ein. Ab Dezember 2019 folgen weitere Installationen. Reges Publikumsinteresse verspricht eine Ausstellung mit Dioramen zu den Romanen von Karl May. "Blutsbrüder - der Mythos Karl May in Dioramen", die ab dem 25. Januar zu sehen sein soll. Dabei werden Schaukästen zu den Romanen um Winnetou und Old Shatterhand sowie weitere Helden Karl Mays präsentiert. Mit dem Projekt "Braune Relikte" will sich Kässens ab dem 8. Mai zudem den Hinterlassenschaften des Dritten Reiches zuwenden. In der Villa Schlikker, im Dritten Reich Sitz der NSDAP in Osnabrück, zeigt der Kurator Gegenstände aus der Zeit de Nationalsozialismus und fragt nach ihrer Wirkung bis in die Gegenwart.

Bühne für Performance

Julia Draganovic kündigte gleichzeitig an, auch 2019 wieder das Young Urban Performance Festival ausrichten zu wollen. Ab dem 8. November sollen dann wieder junge Performancekünstlerinnen und -künstler aus der Region Osnabrück ihre Projekte aufführen können. Mit der Präsentation der Werke und Installationen von Filip Markiezicz will sich Julia Draganovic ab dem 29. November den Krisen Europas zuwenden. Im Jahr 2019 steht in der Kunsthalle Osnabrück auch wieder die Ausstellung des European Median Art Festival an. Sie soll am 24. April starten.

Info: kunsthalle.osnabrueck.dewww.museumsquartier-osnabrueck.de


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