Horror, Hogwarts und Sex Über diese Filme werden wir im November reden

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Hex, hex! Johnny Depp kehrt in "Phantastische Tierwesen" zwei als Grindelwald zurück. Foto: WarnerHex, hex! Johnny Depp kehrt in "Phantastische Tierwesen" zwei als Grindelwald zurück. Foto: Warner

Berlin. Sex, Gewalt und zur Entspannung ein neuer Ausflug in die Potter-Welt: Das bringt der Kino-Monat November.

Neben Blockbustern wie J.K. Rowings zweiten Film über „Phantastische Tierwesen“  bringt der Kino-Monat November reichlich Debattenstoff: Der Berlinale-Sieger „Touch Me Not“ zeigt Sex in schonungsloser Nähe, Lars von Trier konfrontiert sein Publikum mit drastischer Gewalt. Ryan Goslings „Aufbruch zum Mond“ hat die Diskussion schon hinter sich: Donald Trump stänkerte bereits zum US-Start gegen den als unpatriotisch kritisierten Film über die Apollo-11-Mission. Die Filmstarts im Überblick:

Zurück nach Hogwarts


Nachdem die Potter-Romane längst verfilmt sind, spinnt J. K. Rowling ihr magisches Universum direkt auf der Leinwand weiter. Unter dem Titel „Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen“ kommt nun das zweite von fünf geplanten Abenteuern ins Kino. Im Auftakt der Reihe wurde Gellert Grindelwald (Johnny Depp) inhaftiert; nun entkommt der dunkle Zauberer, schart finstere Anhänger um sich und betreibt die Unterwerfung der nicht magischen Welt. 

Der Magizoologe Newt Scamander stemmt sich den dunklen Mächten entgegen und bekommt dabei prominente Unterstützung: Albus Dumbledore, den späteren Schulleiter von Hogwarts. Als Jugenddarsteller übernimmt Jude Law die Rolle, die in den Potter-Filmen Michael Gambon verkörpert hatte. Auch in den Schauplätzen nähert sich der neue Film dem vertrauten Universum an: Newt Scamander reist von Amerika nach Europa – und auch Hogwarts ist im Trailer wieder zu sehen.   „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“  startet am 15. November. (Rowling-Ausstellung und Grindelwald-Film: Alles über den Potter-Herbst)

Unpatriotische Mondlandung


Zwei Jahre nach dem Oscar-Erfolg seines Musicals „La La Land“ macht Regisseur Damien Chazelle seinen Star Ryan Gosling noch einmal zum Hauptdarsteller. „Aufbruch zum Mond“ erzählt die Geschichte der Apollo-11-Mission, bei der Neil Armstrong (1930–2012) vor fast 50 Jahren als erster Mensch den Mond betrat. Dabei werden nicht nur technische Leistungen beleuchtet, sondern auch die persönlichen Opfer Armstrongs und seiner Familie. Seine große Debatte hat der Film allerdings mit einer Szene ausgelöst, die gar nicht vorkommt: Dass Chazelle darauf verzichtet, seine Helden beim Hissen der Flagge zu zeigen, hat erst den US-Senator Marco Rubio und dann auch Donald Trump empört. Analysten rätseln nun, ob das magere Ergebnis an der Kinokasse auf den gekränkten Patriotismus des Publikums zurückzuführen ist. „Aufbruch zum Mond“ startet am 8. November.

Scorpions als Gaststars


Mit dem Sohn ist er über Kreuz, seine Frau hat ihn verlassen, der Job nervt, und seine Karriere als Rocker ist sowieso schon vor Jahrzehnten gescheitert: Im Leben von Rainer hat nichts so richtig geklappt – und jetzt soll es auch noch vorbei sein. Beim Arzt erfährt er, dass seine Tage gezählt sind. Bevor alles aus ist, will Rainer aber wenigstens eine Sache hinkriegen – und mit seiner Band Bochums Steine, deren Durchbruch er damals selbst vermasselt hat, ein furioses Comeback hinlegen. 

Nach einem Roman von Frank Goosen legt Philipp Kadelbach („Unsere Mütter, unsere Väter“) mit „So viel Zeit“ eine Tragikomödie über die Lust am Leben vor. Zu seinem Ensemble gehören neben dem Hauptdarsteller Jan Josef Liefers gestandene Größen wie Jürgen Vogel, Armin Rohde, Laura Tonke und Richy Müller. Und auch musikalisch schöpft der Film aus dem Vollen: Klaus Meine und Rudolf Schenker von den Scorpions sind nicht nur als Gaststars dabei. Sie steuern sogar einen eigenen Song bei. „So viel Zeit“ startet am 22. November

Gewagtes „Sexperiment“ als Berlinale-Sieger


Das ausgerechnet „Touch Me Not“ den Goldenen Bären der Berlinale gewinnt, hätte keiner vorhergesagt. Der kühne Mix aus Dokumentation und Erfindung führt in sexuelle Grenzbereiche: Eine Frau überwindet ihre Berührungsscheu mit einem Callboy; ein Schwerbehinderter erlebt erfüllte Momente im Lederclub. Die Rumänin Adina Pintilie zeigt in ihrem Langfilm-Debüt all das deutlich, schreckt vor Erektionen nicht zurück und filmt auch dann noch weiter, als ein gelähmter Mann beim Sex versehentlich umkippt. Der Film lässt keinen unberührt, dürfte aber viele durch seine schonungslose Nähe verschrecken. „Touch Me Not“ startet am 1. November.

Weihnachtlicher Disney-Film


Was ist eigentlich aus Mackenzie Foy geworden, dem Kind, das Bella Swan und Edward Cullen am Ende der „Twilight“ -Saga in die Welt gesetzt haben? Der Star im Weihnachtsfilm von Disney! In „Der Nussknacker und die vier Reiche“ spielt die einstige Kinderdarstellerin eine junge Frau, die auf der Suche nach einem geheimen Schlüssel in magische Parallelwelten gerät. An Foys Seite spielen Stars wie Keira Knightley und Helen Mirren in einem märchenhaften Abenteuer nach Motiven von E.T.A. Hoffmann. „Der Nussknacker und die vier Reiche“ startet am 1. November .

Sci-Fi-Thriller mit „Game of Thrones“-Star


Nachdem er einen Mechanismus zur Aufzeichnung von Erinnerungen erfunden hat, stirbt ein Wissenschaftler unter mysteriösen Umständen. Sam Todd ermittelt und versucht so auch den Unfalltod seines Bruders aufzuklären. Neben Peter Dinklage („Game of Thrones“) ist im Sci-Fi-Thriller „Rememory“ auch noch einmal Anton Yelchin zu sehen, der 2016 tatsächlich bei einem Unfall gestorben ist. „Rememory“ startet am 8. November .

Subkultur wird Arthouse: „Suspiria“


1977 drehte Dario Argento mit „Suspiria“ ein Meisterwerk des Giallos – der Horrorsparte, die mit drastischen Plots und geringen Etats auf maximale Wirkung zielte. Das Remake trägt den Subkultur-Klassiker über eine von Hexen besessene Tanzschule ins Arthouse. Neben Tilda Swinton und Dakota Johnson spielt mit Jessica Harper auch der Star von damals eine Nebenrolle. „Suspiria“ startet am 15. November .

Umstrittene Gewalt bei Lars von Trier


Lars von Trier erzählt die Geschichte des Serienkillers als Künstler: „The House That Jack Built“ führt ins Amerika der 70er-Jahre und zeigt Matt Dillon als Mörder, der seinen Taten einen symbolischen Wert zuspricht – und ihn im wachsenden Risiko immer weiter steigern will. Uma Thurman und Bruno Ganz sind die Nebendarsteller in einem Film, der in Cannes mit seiner Gewaltdarstellung polarisierte. Selbst von den Trailern gibt es zwei Versionen – die hier verlinkte und eine doppelt so lange und um ein Vielfaches grausamere Fassung. „The House That Jack Built“ ist Lars von Triers erster Cannes-Beitrag, nachdem das Festival ihn wegen unglücklicher Hitler-Bemerkungen zur persona non grata erklärt hatte. Der Film startet am 29. November .


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