In Osnabrück: Japanisches Kino Vielfältiger Mix: Filme aus Fernost

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Das homosexuelle Paar Fuma und Kazu kämpft in „In Of Love and Law“ für Minderheiten. Foto: Hakawati/Little Stranger FilmsDas homosexuelle Paar Fuma und Kazu kämpft in „In Of Love and Law“ für Minderheiten. Foto: Hakawati/Little Stranger Films

Osnabrück. "Ohayo Nihon - Guten Morgen, Japan." Ab Dienstag bietet das "11. Festival des neuen japanischen Films" exotisches Kino.

Ein japanischer Diplomat rettet Ende der 30er Jahre 6000 litauischen Juden mit gefälschten Visa das Leben. Davon erzählt „Persona non grata“. Einem taiwanesischen Killer misslingt ein Anschlag. Daraufhin schlägt er eine Karriere als Koch ein. So zeigt es der Kult-Regisseur SABU in „Mr. Long“. Und in dem Science Fiction-Anime „Attack on Titan“ kämpft ein junger Krieger gegen riesenhafte Wesen, die sein Dorf bedrohen.

Eine Wundertüte. Das ist wahrscheinlich der passendste Vergleich, der angebracht ist, spricht man über das Programm des nun bereits „11. Festival des neuen japanischen Films“ in Osnabrück. Das beweist die enorme Bandbreite der dort vom 30. 10. bis zum 4. 11. zwölf präsentierten Filme.

Neben Genrebeiträgen im Bereich Melodram, Gangsterdrama oder Liebesfilm, kommt auch die Realität zum Tragen. Dafür sorgen im 20. Jubiläumsjahr des Festivals erstmals zwei Dokumentationen. In „Furusato“ etwa werden die Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Fukushima auf die Bewohner untersucht, in „Of Love and Law“ wird der Kampf eines offen schwul lebenden Anwaltspaares bei ihrem Kampf für Minderheiten aufgezeigt.

Und mit Takeshi Kitano und Vielfilmer Takashi Miike (etwa 100 Titel!) kommen die zur Zeit wohl zwei größten Regiestars Japans zu ihrem Recht. Ihre Yakuza-Filme „Outrage Coda“ über einen Bandenkrieg, und „The Mole Song: Undercover Agent Reiji“ über einen verdeckten Ermittler in einem Gangstersyndikat, versprechen allerlei Blut, Schweiß und schwarzen Humor. Alle Filme werden im Übrigen im Original mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt.  

Eingebettet ist das Festival im Haus der Jugend und in der Lagerhalle stilecht und traditionell mit Workshops zu „Manga zeichnen“, „Kalligraphie“ sowie der kunstvollen „Origami-Papierfalttechnik“ (Anmeldeschluss ist der 29.10.). Daneben sorgt eine Sushi-Bar für kulinarische Genüsse.   

Nähere Infos finden sich in den ausliegenden Programmen sowie im Netz unter: https://www.japanfilm-os.de/ 


Haus der Jugend, Lagerhalle: "11. Festival des neuen japanischen Films" vom 30.10. bis zum 4.11.2018. 

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