Frankfurter Buchmesse Verkleidet als Hitler-Attentäter: Martin Sonneborn stört Lesung von Björn Höcke

Von dpa

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Martin Sonneborn (r), Satiriker, Journalist und Politiker, bei seinem Auftritt als Hitler-Attentäter. Foto: dpa/Arne DedertMartin Sonneborn (r), Satiriker, Journalist und Politiker, bei seinem Auftritt als Hitler-Attentäter. Foto: dpa/Arne Dedert

Frankfurt. Unter Polizeischutz ist AfD-Politiker Björn Höcke auf der Frankfurter Buchmesse erschienen. Doch die hohen Sicherheitsvorkehrungen konnten Satiriker Martin Sonneborn nicht von seinem Protest abhalten.

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat der AfD-Politiker Björn Höcke am Freitag einen Gesprächsband auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Die Polizei riegelte am späten Nachmittag Teile der Halle 4 komplett ab. Der Verlag Manuscriptum hatte zu einer Podiumsdiskussion in einem Saal eingeladen. Dort ist das Buch "Nie zweimal in denselben Fluss" erschienen, in dem der Publizist Sebastian Hennig Gespräche mit Höcke führt.

Dann kam Sonneborn

Vor Beginn der Lesung protestierte der Europaabgeordnete und Satiriker Martin Sonneborn ("Die Partei") gegen den Besuch des Thüringer AfD-Fraktionschefs auf der weltgrößten Bücherschau. Und schaffte es mit seinem Auftritt, Höcke die Schau zu stellen. Sonneborn kam verkleidet als Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg – mit Uniform, Augenklappe und Aktentasche. Die Aktentasche versuchte er vergeblich vor Ort abzustellen, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet. Stauffenberg hatte den Sprengstoff für das Hitler-Attentat in einer Aktentasche deponiert. 

Höckes gilt als als Wortführer des rechten Flügels der AfD. Im vergangenen Jahr war es bei seinem Messe-Besuch zu Handgreiflichkeiten zwischen seinen Anhängern und Gegendemonstranten gekommen. Die Messeleitung hatte daraufhin ihr Sicherheitskonzept überarbeitet.


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