25. Geburtstag im Rosenhof Osnabrück Die Happy feuert knalliges Crossover aus Rock, Soul, Reggae und Punk ab

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Sängerin Marta glänzte vor allem mit den rockigen Songs aus der 25-jährigen Bandgeschichte von Die Happy. Foto: André HavergoSängerin Marta glänzte vor allem mit den rockigen Songs aus der 25-jährigen Bandgeschichte von Die Happy. Foto: André Havergo

Osnabrück. Ein knalliges Crossover aus Rock, Soul, Reggae und Punk hat die Band "Die Happy" am Donnerstagabend im Rosenhof Osnabrück abgefeuert. Aus Anlass des 25. Band-Geburtstags spielt die Gruppe aktuell mit ihrer "25th Anniversary Acoustic Tour 2018" in ganz Deutschland. Die Gruppe um Sängerin Marta Jandova ging auf eine musikalische Zeitreise von den 90ern bis zu aktuellen Songs.

Träumerisch, fast schon mystisch schallten die ersten Töne durch den Saal. Während sich die Band bereits auf der Bühne formiert hatte, hörten die Gäste die ersten zarten Töne von Sängerin Marta zunächst aus dem Off. Langsam und bedacht betrat sie die Bühne, begleitet von leisen Jubelrufen der nur etwa 350 Fans im spärlich besuchten Rosenhof, und setzte sich auf den für sie bereitgestellten Hocker.

Aber als sie die ersten Zeilen des Refrains von "Big Boy" aus dem Jahr 2003 anstimmte, gab es sowohl bei Ihr als auch dem Publikum kein Halten mehr. Und so sprang die 44-Jährige schon beim zweiten Song passend zum Titel "Dance for you tonight"  wie ein aufgedrehter Flummi über die Bühne. (Weiterlesen: Die Happy im Rosenhof: Eine alte Liebe neu entfachen)

Diese Stimmung übertrug sich  schnell auf das Publikum – allerdings vorwiegend auf die vorderen Reihen, wo sich die jüngeren Zuschauer tummelten. Die Fans der ersten Stunde im hinteren Bereich wippten ganz gemütlich mit. 

Auch gefühlvoll und leise hat Sängerin Marta Jandova im Repertoire. Foto: André Havergo


Doch nicht nur musikalisch, auch mit kleinen Anekdoten erinnerte Marta an das vergangene Vierteljahrhundert. Mit ihrer Rückschau auf "Martas Satz der Woche" erntete Sie einige Lacher aus dem Publikum. Mit diesen Sätzen hatte sich die Sängerin in den Anfangsjahren der Bandgeschichte selbst auf die Schippe genommen, denn frisch aus Prag nach Ulm gezogen, sprach die Tschechin 1993 zunächst kein einziges Wort Deutsch. 

Nach dem rockigen Beginn sorgten Marta und Gitarrist Thorsten mit einer Akustik-Version von "Rebel in you"  für gefühlvolle Momente. Gekonnt setzte sie das Publikum in Szene und ernte den verdienten Jubel und Applaus. Der Höhepunkt des Abends war aber sicher das E-Gitarren-Solo von Gast-Gitarrist Robse. Ein gelungenes Konzert, das etwas mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. 


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