Ein Bild von Dr. Stefan Lüddemann
27.09.2018, 18:56 Uhr MEINUNG

Einfach nicht fit für die Zukunft

Kommentar von Dr. Stefan Lüddemann

Blick in die Kunsthalle Bielefeld: Das Bild „Die großen Badenden“ des Künstlers Otto Mueller hängt an einer Wand 2017 in dem Museum. Foto: Friso Gentsch/dpaBlick in die Kunsthalle Bielefeld: Das Bild „Die großen Badenden“ des Künstlers Otto Mueller hängt an einer Wand 2017 in dem Museum. Foto: Friso Gentsch/dpa

Bielefeld. Die Kunsthalle Bielefeld wird 50. Doch ausgerechnet zum Geburtstag steht das Haus in der Kritik. Dabei müsste es jetzt darum gehen, das Museum fit für die Zukunft zu machen.

Einst ein Fremdkörper, heute ein Wahrzeichen: Die Kunsthalle Bielefeld hat Ostwestfalen mit smarter Architektur und internationalem Programm einst aufgemischt. Ausgerechnet zum 50. Geburtstag des Hauses steht das Museum wieder in einer kleinteilig wirkenden kulturpolitischen Kontroverse. Hat die Stadt dieses Haus nie wirklich akzeptiert? Es wirkt so. Die Debatte um den Museumsdirektor steht jedenfalls beispielhaft für jene Vorbehalte gegen Kunst und Kultur, die man überwunden glaubte. Ausgerechnet diese Kunsthalle soll abgehoben sein? Das stimmt nicht. Hier weiterlesen: Die Kunsthalle Bielefeld steht zum 50. Geburtstag in der Kontroverse.

Statt über „Kunst für Millionäre“ zu lamentieren, sollten Kulturpolitiker lieber darangehen, ihre Kunsthalle fit für die Zukunft zu machen. Denn das Haus weist bedenkliche Defizite auf. Der Etat ist zu schmal. Der dringend benötigte Anbau fehlt bis heute. Die Sammlung stagniert. Auf diesem Stand wird sich das Haus nicht wirklich weiterentwickeln können.

Die Zeit drängt für die Kunsthalle. Andere Häuser sind in den letzten Jahren modernisiert und ausgebaut worden. Fast immer haben diese Innovationen geholfen, neue Programme zu fahren und mehr Besucher zu gewinnen. Bielefeld hängt hinterher. Das sollte bei aller Feierlaune nicht vergessen werden.


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