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04.09.2018, 17:17 Uhr KOMMENTAR

Zerstörtes Erbe in Aleppo: Konkrete Hilfe vor Ort

Kommentar von Christine Adam

Aleppo: Menschen besuchen die schwer beschädigte Große Umayyaden-Moschee. Das Berliner Museum für Islamische Kunst unterstützt den Wiederaufbau des zerstörten Weltkulturerbes im syrischen Aleppo. Foto: Hassan Ammar/AP/dpaAleppo: Menschen besuchen die schwer beschädigte Große Umayyaden-Moschee. Das Berliner Museum für Islamische Kunst unterstützt den Wiederaufbau des zerstörten Weltkulturerbes im syrischen Aleppo. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa

Osnabrück. Die gewaltige Datenbank, die da in fünfjähriger Arbeit vom Berliner Museum für Islamische Kunst zusammengestellt wurde, trägt ganz konkret und vor Ort dazu bei, dass die Aleppiner nicht auf ihre kulturelle Identität verzichten müssen, für die die Umayyaden-Mioschee ein Ort und ein Symbol ist - ein Kommentar.

Prachtvoll prangte der riesige Gebäudekomplex der Umayyaden-Moschee im syrischen Aleppo vor dem Bürgerkrieg, schrecklich die Spuren der Zerstörung an ihm nach den erbitterten Gefechten seit 2012. Von daher ist es ein in vieler Hinsicht konstruktiver Impuls des Berliner Museums für Islamische Kunst, die zerschundene Stadt bei der Rekonstruktion des Bauwerks tatkräftig zu unterstützen.

Die gewaltige Datenbank, die da in fünfjähriger Arbeit von Experten zusammengestellt wurde, trägt ganz konkret und vor Ort dazu bei, dass die Aleppiner nicht auf ihre kulturelle Identität verzichten müssen, für die die Moschee ein Ort und ein Symbol ist. Schließlich war die Altstadt vor dem Krieg weltberühmt für ihre Baudenkmäler und ein beliebtes Reiseziel.

Wenn dann im nächsten Jahr das ganze Rekonstruktionsprojekt samt Pilotbauten im Berliner Pergamonmuseum besichtigt werden kann, erfahren die Besucher Religionsübergreifendes über die Geschichte dieser religiösen Stätte zwischen Römern, Christen und Muslimen.

Auch das lässt auf Hilfsimpulse für weitere bedeutsame Gebäude in der kulturell so reichen Stadt hoffen.


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