Zerstörtes Weltkulturerbe Berliner Museum unterstützt Wiederaufbau in Aleppo

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Die schwer beschädigte Große Umayyaden-Moschee in Aleppo soll mit Unterstützung vom Berliner Museum für Islamische Kunst wieder aufgebaut werden. 

            

              
                Foto: dpa/Hassan Ammar/APDie schwer beschädigte Große Umayyaden-Moschee in Aleppo soll mit Unterstützung vom Berliner Museum für Islamische Kunst wieder aufgebaut werden. Foto: dpa/Hassan Ammar/AP

Berlin Das Berliner Museum für Islamische Kunst unterstützt den Wiederaufbau des zerstörten Weltkulturerbes im syrischen Aleppo.

Nach fünfjähriger Arbeit übermittelte das Museum ein erstes Datenpaket an die Unesco, das bei der Rekonstruktion der berühmten Umayyaden-Moschee helfen soll. Dafür wurden die immensen Schäden detailliert erfasst und die einstigen Gebäude mithilfe historischer Bilder, Pläne und Texte rekonstruiert.

„Die weltberühmte Altstadt von Aleppo ist zum Symbol dieses grausamen Krieges geworden“, erklärte Museumsdirektor Stefan Weber gestern. „Unser Ziel ist es, den Aleppinern beim Wiederaufbau der Altstadt zu helfen und der Unesco umfangreiche Unterlagen hierfür bereitzustellen.“

Seit 2013 entstand im Rahmen des „Syrian Heritage Archive Project“ gemeinsam mit syrischen Experten eine Datenbank von mehr als 200000 Fotos, Plänen, Karten und Berichten. Es ist nach Angaben von Weber das umfangreichste Archiv zu den syrischen Kulturschätzen.

Inzwischen konnten daraus drei Pilotbauten rekonstruiert und online gestellt werden, wie die verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz mitteilte. Nach Angaben von Stiftungspräsident Hermann Parzinger soll das Projekt ab 2019 bei einer Ausstellung im Pergamonmuseum einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Bis zum Beginn des Bürgerkriegs galt die Altstadt von Aleppo mit ihren zahllosen Moscheen, Karawansereien und osmanischen Handelshäusern als einer der kulturell reichsten Orte der Welt. Seit 1986 stand sie auf der Welterbe-Liste der Vereinten Nationen. Im Ostteil der Millionenmetropole wurden jedoch ganze Viertel dem Erdboden gleichgemacht. dpa


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