Karten, Routen, Catering Osnabrücker Wohnton-Festival 2018: Hier gibt es die letzten Infos

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Das Konzertmeistertrio hat schon vor dem Hauskonzert-Festival in der Boutique Schwarzwald geprobt. Foto: Michael GründelDas Konzertmeistertrio hat schon vor dem Hauskonzert-Festival in der Boutique Schwarzwald geprobt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Am 7. und 8. September erklingen Osnabrücker Wohnzimmer zur Kammermusik, denn das Festival "Wohnton" wird zum zweiten Mal aufgelegt. Hier erfahren Sie, wo und wann es losgeht, wie das Programm aussieht und ob es noch Karten gibt.

Was ist das besondere am Wohnton-Festival?

So einiges ist ungewöhnlich am zweiten Osnabrücker Wohnton-Festival: Die Solisten des Osnabrücker Symphonieorchesters treten als Duo oder Trio auf und nicht in der großen Gruppe. Sie spielen in kleinen Räumlichkeiten – vom Wohnzimmer über die Praxis bis zum Atelier – vor entsprechend kleinem Publikum. Und sie haben wenig Zeit: Nur etwa 30 Minuten dauern die Kurz-Konzerte, dann müssen die Zuhörer schon wieder weiter zum nächsten Veranstaltungsort. Von der üblichen Konzertform abzuweichen ist das erklärte Ziel der Organisatoren. Bei der Premiere des Wohnton-Festivals 2016 kam diese Idee so gut an, dass nun die zweite Auflage folgt. 

Wann und wo geht es los?

Das Festival beginnt am Freitag (7. September) und Samstag (8. September) jeweils um 18.30 Uhr mit einem Barockkonzert in der Bergkirche an der Bergstraße 16 in Osnabrück. Einlass ist etwa eine halbe Stunde früher. In der Kirche spielt ein sechsköpfiges Ensemble zuerst ein Concerto von Georg Philipp Telemann und dann die Kantate "Meine Seele rühmt und preist" von Melchior Hoffmann. Anschließend gehen die Teilnehmer gemeinsam mit ihren "Promenadenguides", den Reiseleitern, auf die unterschiedlichen Routen. 

Was steht auf dem Programm?

Zum Wohnton-Festival gehören drei unterschiedliche Programme mit den Namen Andante, Allegro und Presto. Je nach dem, welche Karte die Teilnehmer kaufen, werden Ihnen zwei andere Spielorte und Konzerte präsentiert.  

Auf der Andante-Route liegt zunächst das Wohnzimmer von Sascha Wienhausen, Dekan des Musik-Instituts der Hochschule Osnabrück. Dort spielt ein Kavierduo eine Violinsonate von Robert Schuhmann. Zweiter Anlaufpunkt ist das Seniorenheim Haus Ledenhof, in dem Stücke von Reinhold Glière und Franz Strauss mit Harfe und Horn interpretiert werden.

Teilnehmer, die die Variante Allegro gebucht haben, bekommen zwei Trios zu sehen: In den Räumen der Ergotherapiepraxis Hildebrand und Weinmann in der Wüste spielt für sie zunächst ein Holzbläsertrio aus dem Repertoire von Mozart, Doppelbauer und Pleyel. In der Boutique von Christiane Schwarzwald warten außerdem die drei Violinen des Konzertmeistertrios mit Werken von Paganini und Wieniawski. 



Die Grafik gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Routen des Wohnton-Festivals. Grafik: Städtische Bühnen Osnabrück


Die Presto-Promenade besucht das Wohnzimmer von Lukas Brand und Melanie Ortmann. Die beiden Musiker greifen selbst zur Oboe, beziehungsweise in die Tasten von Orgel und Klavier, und spielen ihren Gästen fünf Stücke von Fiocco, Dubois, Fauré, sowie Carl Philipp Emanuel und Johann Sebastian Bach. Im Keramikatelier Plasthues ist außerdem ein Klaviertrio mit Werken von Schostakowitsch und Moszkowski zu hören.

Die drei Routen werden jeweils von zwei Gruppen in unterschiedlicher Reihenfolge abgelaufen. Alle treffen sich gegen 21:30 Uhr im Osnabrücker Theater wieder. Im oberen Foyer gibt es Jazzstandards von Frank Churchill, Richard Rodgers, Strachey-Link und anderen zu hören. Gegen 22:30 Uhr soll das Festival dann im geselligen Rahmen ausklingen.

Wie komme ich von einem Veranstaltungsort zum nächsten?

Die Promenadenguides begleiten ihre Gruppen von einem Veranstaltungsort zum nächsten – auf den Routen Andante und Allegro zu Fuß. Die längsten Teilstücke betragen etwa 1,3 Kilometer. Auf der Presto-Route fahren Busse zwischen den einzelnen Konzerträumen. Dort fallen nur kurze Fußwege an. Auf der Hälfte jeder Route ist eine Catering-Station vorgesehen, an der sich die Teilnehmer mit Getränken und einem kleinen Imbiss verpflegen können. Zum Abschluss den Programms wartet ein Schnittchen-Buffet auf die Festival-Teilnehmer. Außerdem wird die Bar im Theaterfoyer ist wie gewohnt geöffnet sein. 

Gibt es noch Karten?

Viele Tickets sind bereits verkauft, insbesondere auf der Presto-Route gibt es für Kurzentschlossene nur noch wenige Restkarten. "Besonders die Allegro-Route kann aber noch ein paar Teilnehmer vertragen", sagte Dorit Schleissing, die Leiterin des Musikbüros, gegenüber unserer Redaktion. Sie versprach, dass noch Karten an der Abendkasse vor der Bergkirche verkauft werden, "nur gibt es dann vielleicht nicht mehr die ganze Auswahl". Alternativ sind die Tickets für das Wohnton-Festival auch noch an der Theaterkasse erhältlich. Ein Tagesticket kostet 39 Euro. Schüler und Studenten zahlen 19 Euro. Beim Besuch beider Veranstaltungstage erhalten Gäste auf die zweite Karte einen Rabatt von rund 30 Prozent.  


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