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Werk ohne Autor Henckel von Donnersmarck: Weltpremiere in Venedig

Von dpa

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Liebe und Kunst: Tom Schilling spielt den Maler Kurt Barnert. Foto: Buena Vista International/Pergamon Film/Wiedemann & Berg Film/DisneyLiebe und Kunst: Tom Schilling spielt den Maler Kurt Barnert. Foto: Buena Vista International/Pergamon Film/Wiedemann & Berg Film/Disney

Venedig. Einen Oscar gewann der deutsche Regisseur bereits für „Das Leben der Anderen“. Nun stellt er bei den Festspielen auf dem Lido seinen neuen Film vor: „Werk ohne Autor“ mit Tom Schilling in der Hauptrolle.

„Werk ohne Autor“, der neue Film des deutschen Regisseurs und Oscarpreisträgers Florian Henckel von Donnersmarck, feiert heute (Dienstag, 21.30 Uhr) beim Filmfestival Venedig seine Weltpremiere.

Es ist der einzige deutsche Film im Wettbewerb, in dem 21 Beiträge um die Hauptpreise konkurrieren. „Werk ohne Autor“ wurde in der vergangenen Woche auch als deutscher Oscar-Kandidat für den besten nicht-englischsprachigen Film ausgewählt.

Der Film erzählt von einem Künstler, der zur NS-Zeit aufwächst, im SED-Regime erste Erfolge feiert und nach seiner Flucht schließlich in Westdeutschland einen Neuanfang wagt. Dabei sind Parallelen zum Leben des Malers Gerhard Richter (86) zu erkennen. Die Hauptfigur heißt hier allerdings Kurt (Tom Schilling, „Oh Boy“). Dieser verliebt sich in Elisabeth (Paula Beer), doch die Beziehung zu ihrem Vater (Sebastian Koch) ist kompliziert.

Für den 45-jährigen Henckel von Donnersmarck ist es das erste Mal, dass er mit einem Spielfilm im Wettbewerb eines großen Festivals vertreten ist. Sein Langfilmdebüt „Das Leben der Anderen“ war 2006 nicht bei der Berlinale angenommen worden; im folgenden Jahr gewann das Stasi-Drama dann aber den sogenannten Auslands-Oscar. 2010 folgte in den Kinos „The Tourist“ mit Johnny Depp und Angelina Jolie. „Werk ohne Autor“ ist der dritte Film des Regisseurs.

Die 23-jährige Paula Beer konnte in Venedig bereits einen Erfolg feiern: 2016 wurde sie bei den Filmfestspielen mit dem Preis für die beste Nachwuchsschauspielerin geehrt. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Leistung in dem Drama „Frantz“ des Franzosen François Ozon.


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