Kulturtipp Lenny Bernstein, der Weltbürger: Ein Amerikaner in Paris

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Weltbürger par excellence: Leonard Bernstein im Mai 1977 in Paris. Foto: Horst Ossinger/dpaWeltbürger par excellence: Leonard Bernstein im Mai 1977 in Paris. Foto: Horst Ossinger/dpa

Zum 100. Geburtstag hat Warner Classics eine Reihe von Aufnahmen aus dem Archiv geholt, die Leonard Bernstein in den 1970-er Jahren mit dem Orchestre National de France aufgenommen hat. Die Box aus sieben CDs bringt interessante Einblicke in die Arbeit des Dirigenten, Pianisten und Komponisten.

Probe im Maison de la Radio in Paris. Das Orchestre National de France probt „Shéhérazade“ von Maurice Ravel. Bei der Aufführung am 20. September 1975 wird Marilyn Horne den Sopranpart singen, in dieser Probe knarzt Leonard Bernstein die Gesangsstimme ins Orchester, mit von Whiskey und Nikotin geformter Charakterstimme. Ein ganzes Ravel-Programm studiert er hier ein, mit einem Orchester, das mit unbändiger Freude dabei war. In wenigen Worten vermittelt Lenny seine Vorstellungen, in perfektem Französisch und mit eindrucksvollen Gesangseinlagen: Hier werden das Phänomen und die Faszination Bernstein in wenigen Minuten greifbar. Überhaupt hat die Zusammenarbeit mit dem Orchester schöne Früchte getragen, wie Warner in einer schönen Edition vor Ohren führt. Das französische Repertoire von Berlioz bis Ravel steht dabei im Zentrum, aber auch der Komponist Bernstein ist mit seiner Filmmusik „On the Waterfront“ (deutsch: „Faust im Nacken“) und den Sinfonischen Tänzen aus der „West Side Story“ vertreten. Die wunderbaren „Suadades do Brasil“ und „Le Bœuf sur le toit“ von Darius Milhaud bauen dann eine wunderbare Brücke von Frankreich zu Bernstein.


„An American in Paris“. Leonard Bernstein und das Orchestre National de France. Sieben CDs, Warner Classics

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