Ein Bild von Ralf Döring
17.08.2018, 18:12 Uhr KOMMENTAR

Wer’s mag: Rolf Zuckowskis Ohrlindwurm als Musical

Kommentar von Ralf Döring

Vom Ein-Mann-Betrieb zum Großunternehmen: Michael Hildebrandt, Creative Producer, Tessa Aust, Geschäftsführerin, Martin Lingnau, Musical-Komponist, Carolin Spieß, Regisseurin, und Rolf Zuckowski, Liedermacher, das Team des „Weihnachtsbäckerei“-Musicals. Foto: Georg Wendt/dpaVom Ein-Mann-Betrieb zum Großunternehmen: Michael Hildebrandt, Creative Producer, Tessa Aust, Geschäftsführerin, Martin Lingnau, Musical-Komponist, Carolin Spieß, Regisseurin, und Rolf Zuckowski, Liedermacher, das Team des „Weihnachtsbäckerei“-Musicals. Foto: Georg Wendt/dpa

Eine Nachricht aus der Kategorie „das hat gerade noch gefehlt“: Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei“ wird zum Musical ausgebaut. Ein Kommentar.

Es ist nicht die schönste Phase in der Kindererziehung, wenn aus der oder dem süßen Kleinen ein mauliger Teenager wird. Aber einen entscheidenden Vorteil hat die Phase schon: Die Rolf-Zuckowski-Dauerbeschallung hat ein Ende. Ob der furchterregende Gangsta-Rap erträglicher ist, sei dahingestellt. Aber ein Leben ohne „Weihnachtsbäckerei“ ist schon ein Wert an sich.

Nun ist eine Zuckowski-Aversion offenbar ein Minderheitenproblem. Andernfalls wäre kein Mensch auf die Idee gekommen, den Ohrlindwurm „In der Weihnachtsbäckerei“ zum Musical aufzublasen. Zuckowski schließt damit zu den ganz Großen des Musikbusiness auf, bei denen ein Lied zur Keimzelle für einen ganzen Abend wird: Künftig wird man ihn an Michael Jackson („Beat it“) und Udo Lindenberg („Hinterm Horizont“) messen.

Tatsächlich hat Zuckowski viel bewegt hat im Musikgeschäft. Deshalb sei ihm sein Musical gegönnt. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, muss man ja keine Weihnachtsbäckerei mehr fürchten - im Lied nicht und im Musical auch nicht. Nennen wir es eine Gnade der frühen Geburt.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN