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Musikalische Sternstunde Richard Strauss' „Salome“ bei den Salzburger Festspielen

Von dpa

Asmik Grigorian überzeugt als „Salome“, hier während der Proben. Foto: Barbara Gindl/APAAsmik Grigorian überzeugt als „Salome“, hier während der Proben. Foto: Barbara Gindl/APA

Salzburg. Gelungene Premiere der Strauss-Oper in Salzburg: Musik und Darsteller überzeugten in der Inszenierung von Romeo Castellucci.

Musikalisch stimmte alles bei der Premiere von Richard Strauss' „Salome“ am Samstagabend bei den Salzburger Festspielen.

Gefeierter Star des Opernabends in der Felsenreitschule war die litauische Sopranistin Asmik Grigorian in der Titelrolle der judäischen Prinzessin, deren Liebe zum asketischen Propheten Jochanaan zurückgewiesen wird. Aus Rache fordert sie von ihrem Stiefvater Herodes dessen Kopf. Auch die Rollen des Herodes (John Daszak), des Jochanaan (Gábor Bretz) und der Herodias (Anna Maria Chiuri) waren überzeugend besetzt. Der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst führte die Wiener Philharmoniker mit viel Sinn für Farbe und große Form durch die Partitur.

Regisseur Romeo Castellucci versuchte, die archaische Wucht der meisterhaften Komposition mit seinen gewohnt rätsel- und zeichenhaften Bühneninstallationen zu übertreffen, was nur teilweise gelang. Den berühmten Schleiertanz der Salome strich Castellucci kurzerhand. Stattdessen ließ er Salome zu einem Quader Muschelkalk vom Typ der Felsenreitschule versteinern. Jochanaan wiederum verwandelte er in ein lebendiges Pferd, dessen abgeschlagener (Kunst-) Kopf später den Torso des Propheten komplettierte. 


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