Urlaubsgefühl mit Filmgenuss Open-Air Kino und Hofbesuch beim Sommerflimmern

Von Marie-Luise Braun

400 Gäste waren am Samstag dabei, als auf dem Hof Hauswörmann der Film „Das Leuchten der Erinnerung“ in der Reihe „Sommerflimmern“ zu sehen war. Zuvor gab es Einblicke ins Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof. Foto: Thomas Osterfeld400 Gäste waren am Samstag dabei, als auf dem Hof Hauswörmann der Film „Das Leuchten der Erinnerung“ in der Reihe „Sommerflimmern“ zu sehen war. Zuvor gab es Einblicke ins Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück . 400 Gäste waren am Samstag dabei, als auf dem Hof Hauswörmann der Film „Das Leuchten der Erinnerung“ in der Reihe „Sommerflimmern“ zu sehen war. Zuvor gab es Einblicke ins Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof.

Nach der Fahrt Richtung Sutthausen und dann auf den kleinen Hügel zum Hof Hauswörmann sind erst einmal zahlreiche Menschen auf einem Acker zu sehen. Eine Hofführung hat gerade begonnen und die Gäste folgen den Ausführung der Betreiber-Familie Padeffke über den Gemüseanbau von Artischocke bis Zucchini. Dabei gibt es auch manches zu probieren. Vorab beispielsweise einen Schluck Eierlikör aus hofeigener Produktion. 

„Raus ins Grüne!“ ist die Reihe „Sommerflimmern – Kino auf dem Lande“ dieses Jahr überschrieben, für die der Landschaftsverband Osnabrücker Land und die Film- und Bildungsinitiative 14 Spielorte in der Region ausgesucht haben, an denen Kino unter freiem Himmel genossen werden kann. Für ihren Abend hat die Familie Padeffke „Das Leuchten der Erinnerung“ ausgesucht. „Ein Film, der zum Sommer passt und der zum Urlaubsgefühl passt“, sagte Holger Tepe von der Film- und Bildungsinitiative zur Begrüßung.

Mit dem Wohnmobil machen sich Ella (Helen Mirren) und John (Donald Sutherland) in der italienisch-amerikanischen Produktion auf eine letzte Reise. Die beiden gesundheitlich stark angeschlagenen Menschen fahren in Boston los, um einen lang gepflegten Wunsch endlich wahrzumachen: Sie wollen nach Key West, Florida, um das Haus von Ernest Hemingway zu besuchen. Statt Therapien und Arztbesuche über sich ergehen zu lassen, machen sich die zwei mit einem alten Winnebago-Wohnwagen auf – mit einem Demenzkranken am Steuer. Das führt zum Teil zu Klischees und sehr vorhersehbaren Komplikationen. Wohltuend wird der Film da, wo das Miteinander der beiden in den Fokus rückt, das von Respekt und Liebe geprägt ist. Aber auch Schwierigkeiten, Zorn und Verzweiflung, die entstehen, wenn ein Mensch sein Selbst verliert, lässt der Film nicht aus.

Für einige der Zuschauer ist der Abend eine Art Heimspiel, denn sie sind Stammgäste hier: Sie decken sich regelmäßig mit Köstlichkeiten aus dem Hofladen ein. Der wird nach dem Film noch einmal geöffnet. Und es ist zu sehen, wie einige Besucher nach Rotwein, Weißwein und Eierlikör greifen, um den Sommerabend zuhause entspannt ausklingen zu lassen.


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