Kommentar: Pädophilen-Witze Scharfe Waffe

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Szene aus dem Film Guardians Of The Galaxy Vol. 2, in dem James Gunn die Regie führte. Foto: Walt Disney GermanySzene aus dem Film Guardians Of The Galaxy Vol. 2, in dem James Gunn die Regie führte. Foto: Walt Disney Germany

Osnabrück. Die Verbreitung alter, potenziell beleidigender Social-Media-Beiträge ist eine typische Strategie von Trump-Anhängern - ein Kommentar.

Dass unbedachte Tweets und Einträge in sozialen Medien ein Karrierekiller sein können, ist nicht neu. Vor allem in den USA werden sie aber mehr und mehr auch zu einer scharfen Waffe im Kampf mit dem politischen Gegner.

Das jüngste Opfer ist der Regisseur von „Guardians of the Galaxy“, James Gunn. Er wurde von Disney gefeuert, weil er vor mehr als zehn Jahren bei Twitter Witze über Vergewaltigungen und Pädophilie gemacht hatte. Zwar hat sich Gunn schon vor Jahren für seine Äußerungen entschuldigt und die Tweets gelöscht. Doch rechtsgerichtete Journalisten sorgten jetzt für seine Entlassung. Zu diesem Zweck holten sie die Tweets des erklärten Gegners von US-Präsident Donald Trump wieder aus den Tiefen des Internets hervor und posteten sie in Massen.

Die Verbreitung alter, potenziell beleidigender Social-Media-Beiträge ist eine typische Strategie von Trump-Anhängern. Bei uns wird diese Taktik bisher nur in Einzelfällen eingesetzt. Es ist aber zu befürchten, dass es nicht dabei bleibt. Deshalb gilt heute mehr noch als je zuvor die Warnung: Das Internet vergisst nichts.


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