Heute Abend bei Arte im TV Die alternative Fußball-WM – Kicken für die Unabhängigkeit

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Jubelnde abchasische Fans: In London kämpften nicht anerkannte Staaten, autonome Gebiete sowie Minderheiten um den Titel bei der diesjährigen Weltfußballmeisterschaft der Conifa. Foto: ArteJubelnde abchasische Fans: In London kämpften nicht anerkannte Staaten, autonome Gebiete sowie Minderheiten um den Titel bei der diesjährigen Weltfußballmeisterschaft der Conifa. Foto: Arte

Osnabrück. Die Fußballer Abchasiens träumen von Freiheit und Unabhängigkeit, doch mit ihrem Pass kommen sie nicht weit: Nur eine handvoll Staaten erkennt die autonome Region zwischen Georgien und Russland völkerrechtlich an. Die Arte-Doku "Die alternative Fußball-WM – Kicken für die Unabhängigkeit" zeigt den Kampf der Nationalspieler um Anerkennung und sportlichen Erfolg, auch abseits der Fifa.

Seit Wochen steht Russland ganz im Zeichen der WM. Wenn Neymar, Messi und Co. gegen den Ball treten, steht die ganze Welt Kopf. Millionen vor den Bildschirmen und Tausende in den Stadien jubeln den Superstars zu, in der Hoffnung, dass ihr Team als neuer Weltmeister die Fußballbühne verlässt. Für die Fifa ist das Großereignis das Event schlechthin. Doch auch fernab des Kremls läuft die Kugel weiter – ungeachtet der breiten Öffentlichkeit.

Bei der Conifa, einem Zusammenschluss unabhängiger Fußballverbände, finden alljene eine Heimat, die bei der Fifa nicht willkommen sind. Völkerrechtlich nicht anerkannt haben sie keine Chance in den mächtigen Weltverband aufgenommen zu werden. Die Arte-Doku "Die alternative Fußball-WM – Kicken für die Unabhängigkeit" liefert einen tollen Einblick in die Hindernisse für Staaten wie Nordzypern, Tibet oder Abchasien. Sie kämpfen nicht nur mit mächtigen Verbänden und Funktionären, sondern auch mit politisch instabilen Verhältnissen.

Doch für viele bleibt selbst die WM in London unerreichbar. Die Mitglieder der Conifa fühlen sich als Teams zweiter Klasse, müssen mit Einreiseverboten und politischer Gegenwehr rechnen. Dabei geht es bei der Weltmeisterschaft um mehr als um Fußball. Es geht um die Sehnsucht nach Freiheit und Heimat, um Anerkennung und Wahrnehmung über die Grenzen des Politischen hinaus.


Die alternative Fußball-WM – Kicken für die Unabhängigkeit

Arte, Donnerstag, 12. Juli 2018, 19.40 Uhr.

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