Verzicht auf Ideen Auftakt der Münchner Opernfestspiele: Buhrufe für "Parsifal"

Von dpa

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Das Bühnenbild für die Aufführung in der Bayerischen Staatsoper hat der Künstler Georg Baselitz entwickelt. Nun feierte das Stück Premiere. Foto: dpa/Matthias BalkDas Bühnenbild für die Aufführung in der Bayerischen Staatsoper hat der Künstler Georg Baselitz entwickelt. Nun feierte das Stück Premiere. Foto: dpa/Matthias Balk

München. Für die Neuinszenierung von Richard Wagners Bühnenweihfestspiel "Parsifal" zum Auftakt der Münchner Opernfestspiele 2018 gab es an der Bayerischen Staatsoper Buhsalven.

Dabei war alles aufgeboten worden, was Rang und Namen hat: Startenor Jonas Kaufmann in der Titelrolle, Christian Gerhaher als Amfortas, Nina Stemme als Kundry sowie Publikumsliebling Kirill Petrenko am Dirigentenpult und Großkünstler Georg Baselitz für das Bühnenbild.

Gemessen an dieser Blockbuster-Besetzung fiel der Applaus nach der mehr als fünfstündigen Aufführung am Donnerstagabend im Münchner Nationaltheater recht mau aus. Für Regisseur Pierre Audi und Baselitz gab es Buhsalven, die allerdings von den Fans des Malers niedergeklatscht wurden.

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In den düsteren und weitgehend statischen Baselitzschen Bilderwelten hatte Audi, langjähriger Direktor der Nationale Opera in Amsterdam, in beinahe schon provokanter Weise auf jede gestalterische Idee verzichtet. Es gab kein schlüssige Personenregie, keine überraschenden Verwandlungen oder interessante Lichteffekte und keinerlei Deutung des pseudo-christlichen, um Tod und Erlösung kreisenden "Parsifal"-Stoffes, der zu den rätselhaftesten in Wagners Schaffen zählt.

Musikalisch stimmte dagegen (fast) alles. Gerhaher, der vor allem als Liedsänger Furore macht, und natürlich Petrenko trugen die Palme davon.


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