Rückgabe Maori-Schädel Kölner Museum gibt Objekt an Ureinwohner

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Wird bei der Übergabe dabei sein: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Foto: dpaWird bei der Übergabe dabei sein: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Foto: dpa

Köln Nach mehr als 100 Jahren in seinem Bestand gibt das völkerkundliche Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln einen Maori-Schädel wieder an die Ureinwohner Neuseelands zurück.

Am Dienstag wird eine Maori-Delegation im Museum erwartet, wo sie den tätowierten und mumifizierten Schädel in Empfang nehmen wird, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Übergabe folge einem strengen Zeremoniell, das unter anderem spirituelle Musik und Gesang umfasse. Nach Unterzeichnung der Dokumente und Abschluss der Übergabe sollen sich die Vertreter der Maori-Delegation und der Stadt Köln zu einem „Hongi“ einfinden und ihre Nasen aneinanderpressen.

Der Maori-Schädel, der seit 1908 im Bestand des Kölner Museums war, geht an das „Museum of New Zealand Ta Papa Tongarewa“ in Wellington. Der Schädel wird nicht öffentlich ausgestellt. Grundlage für die Rückgabe der menschlichen Überreste an die Maori ist das seit 2003 laufende weltweite „Karanga Aotearoa Repatriation Programme“ des neuseeländischen Museums. Der Kulturausschuss des Kölner Stadtrates hatte mit einem Beschluss im März die Voraussetzungen für die Rückgabe geschaffen. An der Übergabe wird auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) teilnehmen. epd


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