Serie über Schatzhäuser der Kultur Magische Museen: Speicher besonderer Geschichten

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Juwel der norddeutschen Museumsszene: Das Heinrich-Vogeler-Museum „Barkenhoff“ in Worpswede. Foto: Ingo Wagner/dpaJuwel der norddeutschen Museumsszene: Das Heinrich-Vogeler-Museum „Barkenhoff“ in Worpswede. Foto: Ingo Wagner/dpa

Osnabrück. „Magische Museen“: In unserer neuen Serie geht es um Museen als Speicher der Erinnerung und Orte des Erlebens. Aber was macht sie magisch? Vielleicht die Fähigkeit, besondere Geschichten zu erzählen.

Sie genießen Weltruhm wie der Pariser Louvre, bergen berühmte Kulturschätze wie die Berliner Museumsinsel mit der Nofretete, begeistern mit visionärer Architektur wie das von Frank O. Gehry konzipierte Guggenheim Museum in Bilbao. Museen ziehen Millionen in ihren Bann. Sie sind Weltmarken der Kultur. Hier weiterlesen: Mit Blogs für die Kunst - Museen und digitale Medien.

Lauter stille Stars

Oder eben stille Stars. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, sie wollen entdeckt und behutsam erkundet werden. Sie liegen oft nicht in den Zentren, sondern an bisweilen entlegenen, immer aber faszinierenden Orten. Ihr Glanz verdankt sich einer ganz speziellen Kombination von Sammlung, Lage und Baugestalt, die das Geheimnis dieser Häuser ausmachen. Hier weiterlesen: Von der Schatzkammer zur Eventzone: Museen und Blockbuster-Ausstellungen.

Nur ein Trostpreis?

Aber klingt das nicht nach dem Trostpreis für die hinteren Plätze im Kulturranking? Nein, denn es geht um Museen, die in jedem Sinn magisch sind. Jedes Museum funktioniert wie eine Zeitkapsel, die Geschichte in sich aufspeichert. Die Museen mit der besonderen Magie bergen außergewöhnliche Geschichten. Die wollen wir in der neuen Serie „Magische Museen“ erzählen. Hier weiterlesen: Sommerausstellung „Kaleidoskop“ - neue Sicht auf die Künstlerkolonie Worpswede.

Historie neu entdeckt

Das Museum hat nicht ohne Grund Konjunktur. Als die Postmoderne mit dem Ende der Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts die Historie neu entdeckte, setzte auch der Museumsboom ein. Die Gründungswelle der Museen verleiht den Achtzigerjahren ihr kulturpolitisches Signet. Neue Museen werden gebaut, ältere restauriert, zum Teil sogar gerettet. Erinnerung findet viele neue Orte. Hier weiterlesen: Große Kunst im Kino - das Genre des Künstlerfilms.

Tätige Erinnerung

Der Philosoph Odo Marquard deutete diesen Trend zur Rückbesinnung als soziale Kompensation. Wer rapiden technischen, ökonomischen und sozialen Wandel erlebt oder historische Traumata zu verarbeiten hat, braucht Erinnerung, um sich zu stabilisieren. Museen bieten das. Sie funktionieren als Medien einer tätigen Erinnerung, die sich von passiver Rückschau unterscheidet. Hier weiterlesen: Bauhauskünstlerin Anni Albers wird neu entdeckt.

Kunst und Landschaft

Das gilt erst recht für jene Museen, die wir als magisch erleben. Diese Häuser bieten Symbiosen aus Kunst und Landschaft, Sammlung und Baugestalt. Sie verbinden sich oft mit besonderen Menschen. Und sie speichern Geschichten, die wir immer wieder hören wollen, weil sie uns erzählen, wer wir selbst eigentlich sind – als denkende, fühlende Wesen, die im Lauf der Zeit ihren Ort suchen.


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