Intendant Johan Simons beobachtet Qualitätsverluste Zu viele Produktionen an deutschen Theatern

Johan Simons hat vor seiner Bochumer Intendanz die Ruhrtriennale geleitet. Foto: dpaJohan Simons hat vor seiner Bochumer Intendanz die Ruhrtriennale geleitet. Foto: dpa

Bochum. An vielen Theatern in Deutschland gibt es nach Ansicht des neuen Intendanten des Schauspielhauses Bochum, Johan Simons, zu viele Inszenierungen pro Spielzeit.

Bochum. An vielen Theatern in Deutschland gibt es nach Ansicht des neuen Intendanten des Schauspielhauses Bochum, Johan Simons, zu viele Inszenierungen pro Spielzeit. „Ich sehe heutzutage am deutschen Theater, dass einfach zu viel produziert wird. Das kostet Qualität“, sagte Simons am Donnerstag bei der Vorstellung seines ersten Spielplans in Bochum.

Das könne man an vielen Stellen sehen. Manche Produktionen benötigten einfach acht, neun oder zehn Wochen Probenzeit. „Das muss man immer wieder ermöglichen“, sagte Simons.

In seiner ersten Spielzeit soll es in Bochum deshalb nur 17 Theater-Neuproduktionen geben. Andere Bühnen lägen weit darüber, hieß es bei der Programmvorstellung im Bochumer Schauspielhaus. Unter das Motto „Aufbruch und Vielheit“ haben Simons und sein Team ihren ersten Spielplan gestellt.

Mit der Spielzeit 2018/19 übernimmt Simons die traditionsreiche Bühne, die im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Von 2010 bis 2015 hatte der Niederländer die Münchner Kammerspiele geleitet. Anschließend war er von 2015 bis 2017 Intendant der Ruhrtriennale. dpa