Kommentar Einwanderer: Kunst- und Kulturprojekte als Chance

Von Christine Adam

Auch im Osnabrücker Tanztheater haben schon Geflüchtete mitgewirkt wie hier im Rechercheprojekt „Biografia del Corpo II“. Foto: Swaantje HehmannAuch im Osnabrücker Tanztheater haben schon Geflüchtete mitgewirkt wie hier im Rechercheprojekt „Biografia del Corpo II“. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Kunst- und Kulturprojekte haben neben einem schöpferischen auch einen spielerischen Anteil. Genau der macht es Einwanderern leichter, einen Zugang zu politischen und gesellschaftlichen Aspekten ihres neuen Landes zu finden – ein Kommentar.

Zumal viele von ihnen erstmals die Freiheit erleben, sich zu Themen zu äußern, die in ihren Herkunftsländern tabu für sie waren, bis hin zur Gefahr für Leib und Leben.

Das weite Feld der Kunst bietet Einwanderern oder Flüchtlingen die Chance, aus der Anonymität in einem fremden Land herauszutreten und sich selbstbewusst als Kulturschaffende zu positionieren. Das geht oft auch ohne Sprache, deshalb erfreuen sich Tanz- und Musikangebote, aber auch bildende Kunst großer Beliebtheit. Eigene kulturelle Traditionen und Fertigkeiten werden oft integriert und bleiben so nicht länger ausgeklammert aus der neuen Lebenswelt. Das nimmt sicher dem Fremdheitsgefühl manchen Stachel.

Richtig spannend wird es aber erst noch: Dann, wenn die Kunst immer mehr zum zentralen Integrationsraum der Kulturen heranwächst. Das verleiht ihr sicherlich ein ganz neues kulturpolitisches Gewicht.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN