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Laut Bericht der „Berliner Morgenpost“ Stimme von „Käpt’n Blaubär“: Schauspieler Wolfgang Völz gestorben

Von afp

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Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz ist einem Medienbericht zufolge tot. Foto: imago/teutopressDer Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz ist einem Medienbericht zufolge tot. Foto: imago/teutopress

Berlin. Für Kinder war er „Käpt’n Blaubär“, für die Erwachsenen auch ein beliebtes Fernsehgesicht mit einer unverwechselbaren Stimme: Wolfgang Völz, Schauspieler und Synchronsprecher, ist am Mittwoch mit 87 Jahren gestorben, wie die „Berliner Morgenpost“ am Freitag berichtete. Nach einem Schlaganfall hatte sich Völz zuletzt weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Völz kam am 16. August 1930 in Danzig zur Welt. Nach einer Bäckerlehre nahm er Schauspielunterricht und begann seine Karriere am Theater, unter anderem bei den Berliner „Stachelschweinen“. Zu einem der bekanntesten deutschen Film- und Fernsehgesichter wurde Völz dann ab den 60er Jahren durch eine Reihe von Rollen.

Als seine eigene Lieblingsserie bezeichnete Völz die ARD-Serie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“, in der er ab 1966 in fast 80 Folgen den schlagfertigen Diener Johann spielte. Legendär wurde die zur selben Zeit begonnene Serie „Raumpatrouille Orion“, in der Völz an der Seite von Dietmar Schönherr und Eva Pflug spielte.In der Reihe spielte auch seine Frau Roswitha mit, mit der Völz 64 Jahre lang verheiratet war. „Wir lachen sehr viel“, beschrieb Völz einmal im ZDF das Geheimnis seiner langen Ehe. Er habe in all den Jahren auch nie an Scheidung gedacht, „nur an Mord“. Das Paar hat zwei Kinder, Völz‘ Enkel Daniel war zuletzt als „Bachelor“ in der RTL-Kuppelshow zu sehen.

Neben Film- und Fernsehrollen an der Seite praktisch aller großen Stars seiner Zeit - er sei für Regisseure „der große Verwendbare“ gewesen, beschrieb Völz seine Arbeit - brillierte er vor allem als Synchronsprecher. Der seit Jahrzehnten in Berlin lebende Schauspieler war unter anderem die deutsche Stimme von Stars wie Walter Matthau, Peter Ustinov, Mel Brooks oder Peter Falk.

Stimme von „Käpt’n Iglu“

Seine Stimme verlieh er auch zur Werbung etwa als „Käpt’n Iglu“. Vor allem aber kennen sie Kinder aus der „Sendung mit der Maus“, wo Völz als „Käpt’n Blaubär“ zu hören war.Der Autor Walter Moers habe ihn selbst gebeten, die Sprecherrolle zu übernehmen, sagte Völz „Spiegel Online“ einmal. „Die Blaubärsprache habe ich dann erfunden.“

Die Sprecherrolle habe ihm „reichlich Geld gebracht“, sagte Völz. Aber für Kinder habe er in seiner Karriere auch immer viel umsonst gemacht. „Es ist herrlich, dass die Kleinen so eine Fantasie haben.“


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