Kommentar: Rapper-Duo Schluss mit lustig

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Die Rapper Kollegah und Farid Bang bei Echo- Preisverleihung. Foto: dpaDie Rapper Kollegah und Farid Bang bei Echo- Preisverleihung. Foto: dpa

Osnabrück. Jetzt hat das widerwärtige Geschwätz der beiden Rapper Farid Bang und Kollegah Folgen. Aber eigentlich spielt ihre wahre Gesinnung keine Rolle – ein Kommentar.

Jetzt hat das widerwärtige Geschwätz der beiden Rapper Farid Bang und Kollegah Folgen. Einerseits ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung gegen sie, andererseits haben sie eingewilligt, sich in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau polnischen und deutschen Jugendlichen zu stellen.

Damit dürfte erst einmal Schluss mit lustig sein. Die Ermittlungen werden sich vermutlich nicht auf die derzeit kritisierten Textstellen beschränken. Es steht also eine Menge auf dem Spiel für das Duo. Darüber hinaus ist kaum anzunehmen, dass sich die Jugendlichen unter diesen Umständen in Auschwitz wie unkritische Fans verhalten werden.

Bleibt die Frage, ob der Gang nach Auschwitz wirklich eine Läuterung signalisiert oder nur als PR-Aktion verwertet wird. Wer sich vorher derart zynisch einem bestimmten Publikum angedient hat, wird es kaum mit tätiger Reue vergraulen wollen.

Aber eigentlich spielt die wahre Gesinnung von Farid Bang und Kollegah keine Rolle. Ein wahrer Segen ist nur, dass die Gesellschaft solch hirnloses Kraftgeprotze auf Kosten anderer nicht länger hinnehmen will. Das nimmt Fans den Wind aus den Segeln, die sich solche oder andere Musiker und ihre fragwürdigen Botschaften zum Vorbild nehmen.


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