Echo-Skandal Pianist Igor Levit gibt Echo-Preis zurück

Von dpa

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Igor Levit gibt seinen Echo zurück. Foto: Ursula DürenIgor Levit gibt seinen Echo zurück. Foto: Ursula Düren

Berlin. 2014 hat er einen Echo-Klassik bekommen. Nach Klaus Voormann und dem Notos Quartett zieht jetzt auch der Pianist Igor Levit Konsequenzen nach der Skandal-Verleihung.

Aus Protest gegen die Echo-Verleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang hat auch der Pianist Igor Levit seinen Echo-Klassik zurückgegeben.

Die Vergabe an die beiden Rapper sei für ihn „ein vollkommen verantwortungsloser, unfassbarer Fehltritt der Echo-Jury und gleichzeitig auch Ausdruck für den derzeitigen Zustand unsere Gesellschaft“, schrieb Levit auf Twitter. „Antisemitischen Parolen eine solche Plattform und Auszeichnungen zu geben, ist unerträglich.“ Levit hatte 2014 einen Echo-Klassik erhalten.

Am vergangenen Donnerstag waren die beiden Rapper mit dem Musikpreis für ihr Album „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ ausgezeichnet worden, das als antisemitisch kritisiert wird. Es enthält Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ und „Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow“.

Zuvor hatte bereits der Musiker und Grafiker Klaus Voormann den erst vor wenigen Tagen überreichten Echo für sein Lebenswerk zurückgegeben. Auch das Notos Quartett aus Berlin hat erklärt, seinen Echo Klassik vom vergangenen Herbst zurückzugeben. Der Sänger Peter Maffay forderte die Verantwortlichen zum Rücktritt auf. Auch andere Musiker und Kulturschaffende machten ihrem Unmut Luft.

Der Bundesverband Musikindustrie kündigte angesichts der Proteste an, das Konzept des Preises zu überarbeiten.


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