Feine und raffinierte Komposition Cosmo Sheldrake liefert starkes Debütalbum

Von Verena Reygers

Multiinstrumentaler Pop bevölkert Cosmo Sheldrakes Debütalbum „The much much how how and I“. Foto: imago/Westend61Multiinstrumentaler Pop bevölkert Cosmo Sheldrakes Debütalbum „The much much how how and I“. Foto: imago/Westend61

Osnabrück. Multiinstrumentaler Pop bevölkert Cosmo Sheldrakes Debütalbum „The much much how how and I“.

Wunderkinder sind immer ein bisschen die Außenseiter, die Dinge anders, nicht selten extremer machen. Cosmo Sheldrake ist deshalb in der Musik richtig aufgehoben. Dort kann der 27-jährige Songwriter, Komponist, Produzent und Multi-Instrumentalist sich mit seinen Talenten bis zur Unerschöpflichkeit austoben. Auf „The much much how how and I“ gibt es entsprechend viel zu entdecken: Orchesterarrangements, die von den Sitzen reißen, cineastische Sounds, die zu Herzen gehen, und lauter Klangexperimente, die der vollen Aufmerksamkeit bedürfen.

Auch wenn die Opulenz des Sounds sich kaum im Hintergrund gepflegt überhören lässt, Sheldrake hat seine Songs zu Unaufdringlichkeit verpflichtet. Zu fein, zu raffiniert sind seine Kompositionen, um das Ohr mit voller Wucht zu beanspruchen. Einflüsse von den Beatles und The Kinks bis zu Moondog und Stravinsky nennt der Musiker für sein Debütalbum.

Zusammen mit dem experimentellen Produzenten Matthew Herbert hat Sheldrake auch analoge und digitale Sounds mit Field Recordings von Vogel- und Fischlauten kombiniert. Alles ein bisschen anders, aber sehr besonders.

Cosmo Sheldrake: The much much how how and I (Transgressive/PIAS/Rough Trade)