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11.04.2018, 19:32 Uhr KOMMENTAR

Festival „Theaterformen“ in Braunschweig: Neue Horizonte

Kommentar von Anne Reinert

Foto: Jean-Louis Fernandez/Festival Theaterformen /dpaFoto: Jean-Louis Fernandez/Festival Theaterformen /dpa

Osnabrück. Das Festival „Theaterformen“ in Braunschweig befasst sich mit Kolonialismus und Leben zwischen Kontinenten. Doch es lässt nicht nur Kulturen zusammenkommen, sondern ist auch experimentierfreudig – und öffnet damit neue Horizonte.

Kolonialismus und Kontinente übergreifende Lebensgeschichten sind der Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe des Festivals „Theaterformen“. Er zeigt einmal mehr, dass das Theater eine politische Kunstform ist. Bei Milo Rau reicht schon ein Blick auf den Titel: „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“.

Es dürfte spannend sein, wie sich die Inszenierungen aus verschiedenen Ländern gegenseitig ergänzen. Aufregend ist das Festival aber auch wegen seiner Experimentierfreude. So besetzt der japanische Theatermacher die Hauptrolle seiner „Independent Living“ jeden Abend neu.

Sogar den Brückenschlag zu den digitalen Medien gibt es. Die australische Regisseurin Lynette Wallworth schickt ihre Zuschauer für „Collisions“ ausgerüstet mit entsprechender Brille in die virtuelle Realität. Und die mosambikanischen Choreografen Horácio Macuácua und Idio Chichava kommen mit einer Produktion, in der zeitgenössischer und traditioneller Tanz keine Gegensätze mehr sind.

Das Aufeinandertreffen der Kulturen und auch das der Künste öffnet also neue Horizonte. Das soll ja nie schaden.


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