Frauen im Filmgeschäft Regisseurin Emily Atef: Ohne Quote dauert es noch 100 Jahre

Von dpa

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Emily Atf setzt sich für eine Frauenquote im Filmgeschäft ein. Foto: Georg WendtEmily Atf setzt sich für eine Frauenquote im Filmgeschäft ein. Foto: Georg Wendt

Berlin. Nach dem Erstlingswerk gehe es für Frauen häufig nicht weiter in der Filmbranche. Deshalb setzt sich die Regisseurin Emily Atef für eine Frauenquote ein.

Die Regisseurin Emily Atef („3 Tage in Quibéron“) macht sich für eine Frauenquote im Filmgeschäft stark. „Wir verschenken einen ungeheuren Reichtum, inhaltlich, aber auch wirtschaftlich“, sagte die 44-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Kinofilme würden in Deutschland zu 80 Prozent von Männern inszeniert. Es liege nicht an der Ausbildung, aber nach dem Erstling gehe es für Frauen nicht weiter: „Wir machen einen Film, vielleicht zwei, und danach sind wir nicht mehr zu sehen“, sagte Atef. „Meine Agentin gehört zu den besten ihres Fachs; sie konnte es erst nicht glauben, aber irgendwann hat sie auch gesagt: Ich kriege meine Frauen nicht durch. Ohne Quote dauert es noch 100 Jahre.“

Atefs neuer Film „3 Tage in Quibéron“ über die berühmte Schauspielerin Romy Schneider in der Spätphase ihres Lebens, ist derzeit im Kino zu sehen und großer Favorit beim Deutschen Filmpreis.


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