Neue CD „The louder I call, the faster it runs“ Wye Oak: Toller Mix aus Noise und Pop

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Auf „The louder I call, the faster it runs“ harmonisieren Wye Oak störrischen Noise zu leuchtendem Pop. Foto: imago/Westend61Auf „The louder I call, the faster it runs“ harmonisieren Wye Oak störrischen Noise zu leuchtendem Pop. Foto: imago/Westend61

Osnabrück. Auf „The louder I call, the faster it runs“ harmonisieren Wye Oak störrischen Noise zu leuchtendem Pop.

Nur wenigen Bands gelingt es derart beeindruckend, Noise mit Pop zu verbinden wie Wye Oak. Das US-Duo hat sich in den vergangenen Jahren mit seinem sperrigen Indierock einen festen Platz in den Herzen der Indiefans gesichert. Ihrem neuen Album „The louder I call, the faster it runs“ dürfte es ähnlich ergehen – mit dem entsprechenden Umweg. Denn die Songs von Jenn Wasner und Andy Stack legen es nicht darauf an, zu gefallen. Stattdessen konkurrieren wimmernde Loopbeats, straffe Basslines und Gitarren mit den Weiten in Wasners Gesang.

Auch das fünfte Werk Wye Oaks beginnt mit 37 Sekunden „Tuning“, dem Austarieren der Instrumente – ganz so, als müsse man erst mal gucken, was die Situation erfordert. Erneut haben Stack und Wasner von unterschiedlichen Orten aus zusammengearbeitet – Wasner lebt in North Carolina, Stack in Texas – und vielleicht ist es diese Distanz, die sich in der Räumlichkeit der Songs widerspiegelt. „The Instrument“ fiebert mit preschenden Drums und angespannten Gitarren, bis Wasners Stimme die Konzentration durchbricht. Ähnliches Spiel im Titelstück: Der Beat puckert stur, die Synthesizer vibrieren und Wasners Stimme navigiert zuversichtlich durchs fordernde Gelände. Erst mit „Lifer“ kommen Wye Oak zur Ruhe, bevor sie die Tour de Force zwischen Drängen und Nachgeben fortsetzen.


Wye Oak „The louder I call, the faster it runs“ (Merge Records / Cargo)

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