Charlize Theron wieder im Kino Turbulente Komödie „Gringo“: Nette Menschen ganz böse

Von dpa

Muss fies werden: David Oyelowo (links) als Harold. Foto: Tobis FilmMuss fies werden: David Oyelowo (links) als Harold. Foto: Tobis Film

München. Immer nett sein - kommt man so weiter im Leben? Eher nicht, wie auch die Action-Komödie „Gringo“ nahelegt. Warum das so ist, machen Charlize Theron und David Oyelowo deutlich.

Seine Chefs sind in unsaubere Geschäfte verwickelt, seine Karriere ist in Gefahr, und seine Frau betrügt ihn. Was hat Harold da noch zu verlieren? Auf einer Geschäftsreise nach Mexiko inszeniert er deshalb seine eigene Entführung, ohne zu ahnen, dass er sich damit in allergrößte Schwierigkeiten bringt. Rauschgiftfahnder sind ihm bald ebenso auf den Fersen wie ein skrupelloser Drogenboss. David Oyelowo gibt in der Action-Komödie „Gringo“ den Geschäftsmann Harold, der ziemlich bald feststellt, dass er mit Höflichkeit und Nettsein nicht weiterkommt.

In weiteren Rollen spielen Charlize Theron und Joel Edgerton, die als eiskalte Pharmabosse nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Die Geschichte von „Gringo“ hat einiges an Potenzial – für Komik und Spannung. Allerdings löst Regisseur Nash Edgerton dieses Versprechen nicht so ein, wie erhofft. Der Film des Australiers besitzt trotz mancher unterhaltsamer Szenen insgesamt nicht die Komplexität, wie sie für so eine verwickelte Handlung notwendig wäre.

Ebenfalls nicht wirklich geglückt: die vielen Klischees, auf denen der Film herumreitet. Die Bosse sind selbstverständlich eiskalt. Und die Mexikaner sind allesamt in Drogengeschäfte verwickelt. So ist „Gringo“ ein Zeitvertreib für fast zwei Stunden, wenn auch ohne großen Nachhall.