Französischer Horror im Kino „Ghostland“: Mädchen in einer Hölle aus Angst und Gewalt

Von dpa

Zwei Mädchen werden in ihrer Kindheit von Einbrechern terrorisiert. Foto: Capelight PicturesZwei Mädchen werden in ihrer Kindheit von Einbrechern terrorisiert. Foto: Capelight Pictures

Hamburg. Nach seinem Maßstäbe setzenden Folterdrama „Martyrs“ schickt der französische Horrorregisseur Pascal Laugier auch in „Ghostland“ zwei junge Mädchen in eine Hölle aus Angst und Gewalt.

Colleen hat das Haus ihrer gestorbenen Tante geerbt. Gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Beth und Vera will sie die Gelegenheit nutzen, um in der französischen Einöde neu anzufangen. Doch schon in der Nacht ihrer Ankunft kommt es für die Familie zu einem dramatischen Zwischenfall: Fremde verschaffen sich Zutritt in die halb verfallene Villa und quälen die drei Frauen bis aufs Blut. Nur mit roher Gewalt können sie sich aus den Fängen ihrer Peiniger befreien.

Pascal Laugier scheint ein Faible dafür zu haben, junge Frauen auf der großen Leinwand in Angst und Schrecken zu versetzen: Der Regisseur und Drehbuchautor animiert seine beiden Hauptdarstellerinnen Chrystal Reed („Crazy, Stupid, Love“) und Serienstar Anastasia Phillips („Reign“) zu einer beispiellosen Tour-de-Force-Performance, für die die Damen viel über sich ergehen lassen müssen. Dabei ist es nicht nur der auch diesmal reichlich hohe Gewaltgrad in „Ghostland“, der den zu Recht erst ab 18 Jahren freigegebenen Film für die Zuschauer zu einer Nervenprüfung macht: Pascal Laugier versteht es, nackte Panik abzubilden, und kreiert dafür ein beklemmendes Setting, gepaart mit einer irritierend-schockierenden Tonspur.