Rathausspitze empfiehlt Ausstieg aus Bewerbungsprozess Kassel: Keine Kulturhauptstadt 2025

Von dpa

Im vergangenen Jahr war in Kassel bereits zum 14. Mal die Welt-Kulturszene zu Gast. Foto: Uwe Zucchi/dpaIm vergangenen Jahr war in Kassel bereits zum 14. Mal die Welt-Kulturszene zu Gast. Foto: Uwe Zucchi/dpa

Kassel. Kassel will nicht mehr Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2025 werden. Die Rathausspitze empfahl am Donnerstag, die Bewerbung nicht weiter zu verfolgen.

„Angesichts der knappen Ressourcen ist das eine Herausforderung, die unsere Möglichkeiten gewaltig überdehnen würde“, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD). Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtparlament.

Die Kosten für eine erfolgreiche Bewerbung und die Veranstaltungen als Kulturhauptstadt schätzte die Verwaltung auf 70 Millionen Euro, hinzu kämen 150 bis 200 Millionen Euro für Investitionen. Doch Kassel stehe bereits vor Herausforderungen. Man wolle die documenta als Aushängeschild der Stadt stärken und zeitgemäß ausstatten. Außerdem sei eine Aufbruchstimmung wie bei der gescheiterten Bewerbung 2010 nicht spürbar. Bisher hat Kassel eine halbe Million Euro für eine erneute Bewerbung ausgegeben. Das Geld sei nicht verloren: Die erarbeitete Kulturkonzeption solle weiter geführt werden.

Neben Kassel haben Dresden, Chemnitz, Nürnberg, Magdeburg, Hildesheim, Hannover und Koblenz Interesse bekundet. Bis September 2019 müssen die Bewerbungen eingereicht werden.