Was sagen die Russos zu Trump? Marvel-Hype: Wie gut wird „Avengers: Infinity War“?

Von Daniel Benedict


Berlin. Der neue Marvel-Film „Avengers: Infinty War“ ist der Jubiläumsfilm der Reihe: Vor zehn Jahren lief der erste Film des Marvel Cinematic Universe im Kino. 10 Fakten zum Geburtstag.

Auf den Hitlisten der meisterwarteten Filme steht es ganz oben: Jetzt kommt das Werk ins Kino, in dem alle Erzählstränge der Marvel-Verfilmungen zusammenlaufen: „Avengers: Infinity War“.

Worum geht‘s? „Avengers: Infinity War“ ist der Jubiläumsfilm des Marvel-Universums. Vor genau zehn Jahren eröffnete „Iron Man“ die Reihe; der neue Film ist schon die Nummer 19 innerhalb der verzahnten Abenteuer aus dem Marvel-Comics. Als dritter Avengers-Film führt er im Crossover die Handlungsstränge der einzelnen Superhelden zusammen. Bei ihrem Auftritt in „The First Avenger: Civil War“ war die Truppe in zwei feindliche Fraktionen zerfallen; beim Kampf gegen einen neuen Super-Schurken müssen sie nun wieder zusammenfinden: Wenn Thanos nicht rechtzeitig das Handwerk gelegt wird, macht er sich mit den Infinity Steinen das gesamte Universum untertan. Was Nerds und Insider von „Marvel‘s Avengers: Infinity War“ erwarten, lesen Sie hier.

Wer macht mit? Als Thanos rückt Josh Brolin in den Hauptcast auf; bislang war nur seine Stimme in den Filmen um die „Guardians of the Galaxy“ zu hören. Dass die Guardians ihn in den neuen Film begleiten, hat ein Trailer schon verraten. Ansonsten ist „Infinity War“ ein Who‘s who der Marvel-Stars: Iron Man, Captain America, Thor, Black Widow, Spider-Man, Hulk – alle machen mit. Das gilt natürlich auch für Black Panther, der in den USA gerade als Meilenstein gefeiert wird – weil er die Mainstream-Tauglichkeit einer fast vollkommen schwarzen Besetzung bewiesen hat.

Wie gut wird’s? Bombast und Buddy-Humor gehören zu jedem Marvel-Film. Im Tonfall schwanken die Blockbuster allerdings zwischen unverbindlichem Kindergeburtstag und Mut zur These. Im Fall von „Avengers: Infinity War“ spricht viel dafür, dass er über die Gags hinaus für Gesprächsstoff sorgt. Regie führen die Brüder Joe und Antony Russo, die mit demselben Autorenteam schon „The Return of the First Avenger“ und „The First Avenger: Civil War“ realisiert hatten. Der erste Film stellte den USA des NSA-Skandals die alten Werte des Kampfs gegen Hitler-Deutschland gegenüber; der zweite warnte vor militärischen Alleingängen und stellte seine Weltpolizisten unter Aufsicht der UNO. Schon unter Obama haben die Russos also hochgradig Amerika-kritsche Heldenfilme gedreht. Man darf gespannt sein, wie sich Donald Trump auf ihr Erzählen auswirkt. Hier finden Sie einen allgemeinen Überblick über die Planungen für das Marvel Cinematic Universe.

Der Marvel-Film „Avengers: Infinity War“ startet am 26. April in den deutschen und einen Tag danach in den amerikanischen Kinos.